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BoA-Prozess in Mönchengladbach
RWE will Milliarden wegen Bauverzögerung einklagen

BoA-Prozess in Mönchengladbach: RWE will Milliarden wegen Bauverzögerung einklagen
Beim Bau des Braunkohle-Kraftwerks starben mehrere Personen. FOTO: Michael Reuter
Grevenbroich. Im zivilrechtlichen Streit im Zusammenhang mit dem Bau des Braunkohlekraftwerks Neurath steht dem Landgericht Mönchengladbach ein Mammutprozess bevor - sowohl in Bezug auf den Streitwert, als auch auf die Dauer der Verfahren. Von Julia Hagenacker

Beim Bau des riesigen Braunkohle-Kraftwerks in Neurath war es im Oktober 2007 zu einem schweren Unfall gekommen, bei dem drei Arbeiter starben. Die RWE Power AG als Auftraggeberin verlangt vom damals mit dem Bau beauftragten Unternehmenskonsortium aus Hitachi Power Europe (Duisburg), Hitachi Ltd. (Japan) und Alstom Power Systems (Mannheim) mehr als 1,4 Milliarden Euro Ersatz für sämtliche aus der Bauverzögerung entstandenen Schäden.

Beim Bau des Braunkohlekraftwerks in Grevenbroich war es zu einem schweren Unfall gekommen, bei dem drei Arbeiter starben und sechs verletzt wurden. Eine 450 Tonnen schwere Stahl-Konstruktion hatte sich in 100 Metern Höhe gelöst und war in die Tiefe gestürzt. 

Das Konsortium macht Vergütungsansprüche in Höhe von 290 Millionen Euro geltend. Eine Einigung konnte beim ersten Güte- und Verhandlungstermin am Freitag nicht erzielt werden. Das Gericht rechnet damit, dass die insgesamt drei Verfahren mehrere Jahre dauern werden. Die Vorsitzende Richterin  Almut Oudijk: "Die Verfahren könnten bis zu meiner Pensonierung dauern". Oudijk wird am Sonntag 50 Jahre alt. 

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