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Grevenbroich
Sanierte Neuenhausener Kirche wird am Adventssonntag vorgestellt

Grevenbroich: Sanierte Neuenhausener Kirche wird am Adventssonntag vorgestellt
Bernhard Pelzer, Toni Schoop und Herbert Grippekoven (v.l.) in der sanierten St.-Cyriakus-Kirche. FOTO: Salz
Grevenbroich. Pünktlich zum ersten Advent öffnet die denkmalgeschützte Pfarrkirche St. Cyriakus Neuenhausen nach der Sanierung wieder ihre Pforten. Pfarrer Meik Schirpenbach wird am Sonntag, ab 9.30 Uhr, die Heilige Messe lesen, der Kirchenchor wird singen und ein neues Beleuchtungssystem wird das Innenleben des sanierten Gotteshauses ins rechte Licht setzen.

"Bei uns ist fast alles denkmalgeschützt", erzählt Kirchenvorstandsvorsitzender Toni Schoop beim Gang durch die Pfarrkirche. Er und seine Mitstreiter vom Kirchenvorstand - Architekt Bernhard Pelzer und Hubert Grippekoven - sind richtig stolz auf die geleistete Arbeit, die am Sonntag präsentiert wird. Doch bis dahin laufen die letzten Arbeiten auf Hochtouren. Im Altarraum programmiert Ralf Thoma, Fachmann für Beleuchtung, die neuen Lampen, damit das sanierte Innenleben der Kirche so richtig schön zur Geltung kommt. "Von der Stimmung her gibt es eigentlich keinen besseren Zeitpunkt als die Vorweihnachtszeit", meint Kirchenmaler Niko Zander, der den letzten Feinschliff vornimmt. Die Arbeiten in Neuenhausen haben ihm gefallen: "Der Einsatz des Kirchenvorstandes war vorbildlich. Der Architekt war jeden Tag hier."

Und Bernhard Pelzer erklärt das, was so lange schon geplant wurde. Neben der Beseitigung von Rissen und Schäden im Gemäuer waren fein abgestimmte Malerarbeiten gefragt. "Rund um die Fenster wurde die Bossierung entfernt und durch einen feinen Begleitstrich ersetzt. Der Effekt ist, dass die Fenster viel mehr betont werden", erklärt der Neuenhausener. Deren Sanierung war ein großer Akt. "16 Fenster mussten ausgebaut, Glasteile ersetzt und neu verbleit werden", berichtet Schoop. Außen sorgt nun eine Schutzverglasung vor Witterungseinflüssen und Vandalismus.

Ein alter Taufstein aus dem 15. Jahrhundert wurde im Eingang unter der Orgelempore platziert. In der neuen Tageskapelle findet die Pietá einen prominenteren Platz. Das Triptychon aus dem 16. Jahrhundert, das Triumphkreuz aus dem 15. Jahrhundert sowie die Kanzel aus dunklem Eichenholz waren laut Schoop in "einem desolaten Zustand" und wurden von Fachleuten liebevoll saniert.

Wichtig ist Architekt Bernhard Pelzer, "dass die Neuenhausener ihre Kirche wiedererkennen". Wände und Kuppel erstrahlen in einem warmen Weiß. Die Säulenkapitelle sind grün und terrakottafarben verziert und mit Blattgold abgesetzt. Die alten Holzbänke wurden aufgearbeitet und mit dunkelrotem Samt gepolstert. "Alles wirkt dezenter und edler", freut sich Pelzer. Und die neue Technik versetzt Küsterin Irmgard Klein zudem in die Lage, auf Knopfdruck die Beleuchtung für die Weihnachtsmesse einzustellen.

(uwr)
 
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