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Grevenbroich
Schäden am Erft-Stauwehr sind größer als erwartet

Grevenbroich. Die Arbeiten am Erft-Stauwehr nahe der Bahnunterführung am Bend werden sich vermutlich bis in den Sommer hinziehen, die Schäden sind größer als erwartet. Ende 2015 waren an dem Wehr, mit dem der Zufluss in den Mühlengraben in Richtung der Mühle Kampers sowie in den weiter südlich verlaufenden Flutkanal geregelt wird, Mängel entdeckt worden. Die Hydraulikzylinder waren defekt, so dass zwei Wehr-Klappen "streikten".

Eigentlich sollte die Reparatur Anfang dieses Monats beendet sein, doch es gibt mehr zu tun als zunächst gedacht. "Wir haben festgestellt, dass eine der Klappen, mit der der Wasserfluss in den Flutgraben geregelt ist, schief steht", erläutert Ulrich Muris, stellvertretender Abteilungsleiter bei der Gewässer-Abteilung des Erftverbandes. "Wir vermuten, dass eines der Lager der etwa 3,50 mal 4,50 Meter großen Klappe aus Stahl verschlissen oder herausgerissen ist", so Muris. Um Genaueres festzustellen, muss der Bereich des Flusses an der Wehrklappe trockengelegt werden, die Wassertiefe beträgt dort laut Muris immerhin rund 2,50 Meter. Vielleicht soll dies bereits in dieser Woche geschehen. Mit großen Dammtafeln und Pumpen wird das Erftwasser vom Arbeitsbereich "ausgesperrt". Der Erftverband plant, im Rahmen der Reparatur auch weitere Teile der etwa 40 Jahre alten Anlage zu sanieren. "Dies hatte für dieses Jahr angestanden, wir wollen die Komplettsanierung nun etwas vorziehen", erläutert der Mitarbeiter des Erftverbandes.

Einer der defekten Hydraulikzylinder am Stauwehr wurde mittlerweile ausgetauscht, der anderer wird überarbeitet. Insgesamt rechnet der Erftverband mit Materialkosten in Höhe von rund 70.000 Euro. Trockenfallen wird der Flutgraben wegen der anstehenden Reparaturen und Erneuerung aber nicht. "Zum Flutkanal steht eine zweite Wehrklappe zur Verfügung, mit der der Wasserstand gesteuert werden kann", sagt Muris.

(cso-)
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