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Grevenbroich
Schallplattenbörse zieht die Vinyl-Fans ins Museum

Grevenbroich. Wenn nach einem erfolgreichen Handelstag sieben Jahre vergangen sind, ist es an der Zeit, einen neuen aufzulegen. Im wahrsten Sinn des Wortes war es damit jetzt wieder soweit, als im Rahmen der Ausstellung "The Sixties" wieder eine Schalplattenbörse in der Villa Erckens auf dem Programm stand.

Damals hieß es "Diese Hülle ist ein Hit" und war eine einzige Hommage an das Plattencover-Design der 70er Jahre. Unbedingt soll es auch heute Vinyl auf den Tischen und in den Grabbelkisten sein, und der Schwerpunkt der Sechziger ist hochwillkommen. Da ist Renaissance im Spiel, Sehnsucht nach dem Althergebrachten und natürlich Hörgenuss. "Vinyl strahlt mehr Wärme aus als die digitale Technik", nennt Stefan Pelzer-Florack einen Grund. Der andere mag die damalige Zeit des Wandels sein, als die Rockmusik aufkam, weiß der Fachbereichsleiter Kultur.

Der Vinyl-Hype hat Folgen. Die Jungen sind euphorisiert von diesem technisch alles andere als perfektem hintergründigem Rauschen, und die Älteren stöbern im Keller und auf dem Dachboden nach zu hebenden Popmusik-Schätzen. "Das ist keine Seifenblase", ist sich Pelzer-Florack sicher, sondern dahinter steht ein solide-respektables Marktverhalten. Einschlägige Geschäfte hätten mittlerweile meterbreite Vinyl-Platten in den Regalen.

Fünf professionelle Händler sind zugegen, ein Techniker, der alte Hifi-Geräte wieder herrichtet, einige Private. Am Nachmittag hat der "Vinyl-Prediger" Haru Specks über Vinyl-affine freie Liebe, Frieden und gesellschaftlichen Wandel gesprochen. Privatmann Adam Janisch hat einen Teil seiner 150.000 Platten mitgebracht, Händler Markus Morrera-Veras schätzt die Kontakte, und ein Besucher (von vielen) strahlt große Freude aus, hat er doch das gesuchte Beatles-Label endlich in Grevenbroich gefunden.

(nie)
 
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