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Grevenbroich
Schlichtungsstelle soll nach Grevenbroich

Grevenbroich. Anlaufstelle für Bergschäden-Opfer könnte in der alten Landwirtschaftsschule angesiedelt werden.

Das NRW-Wirtschaftsministerium prüft zurzeit, ob in der ehemaligen Landwirtschaftsschule an der Schlossstraße in Grevenbroich die neue Schlichtungsstelle für Bergschäden-Opfer untergebracht werden kann. Das teilte jetzt Staatssekretär Günther Horzetzky mit.

Die von ihm genannten Vorteile des gegenüber dem Flutgraben liegenden Gebäudes: Die Immobilie verfüge einerseits über ausreichende Parkmöglichkeiten und sei andererseits zu Fuß lediglich in fünf bis zehn Minuten vom Bahnhof aus zu erreichen. Betroffene aus dem gesamten Rheinischen Revier könnten damit von der zentralen Lage in Grevenbroich profitieren.

Der Landtagsabgeordnete Rainer Thiel (SPD) begrüßte gestern die Ansiedlung einer solchen Schlichtungsstelle im Zentrum der Stadt. "Für Menschen, die von Bergschäden durch den Braunkohletagebau betroffen sind, wäre eine solche Einrichtung eine Erleichterung", sagt er. Thiel geht davon aus, dass die lokale Ansiedlung einer sogenannten Anrufungsstelle sinnvoll sei. Sie würde nach seiner Meinung besser genutzt, als wenn sie in Köln bei der Bezirksregierung angesiedelt bleibe.

Der Landtag hatte sich per Beschluss bereits im Mai vergangenen Jahres dafür stark gemacht, die Angebote der Schlichtungsstelle zu optimieren. Neben einer verbesserten Öffentlichkeitsarbeit wurden regelmäßige Sprechstunden und Veranstaltungen in den von Bergschäden betroffenen Gebieten gefordert. Darüber hinaus soll das Bergbauunternehmen die Kosten für Anwälte und Sachverständige erstatten, die von Betroffenen eingeschaltet werden.

"Dies passt auch zu einer zwischen dem Wirtschaftsministerium und der RWE Power vereinbarten Initiative für mehr Transparenz und einen fairen Interessensausgleich, die ebenfalls die Akzeptanz der Anrufungsstelle steigern will", berichtete Rainer Thiel.

Wann eine Standortentscheidung für die Schlichtungsstelle getroffen werden soll, stand gestern noch nicht fest.

Quelle: NGZ
 
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