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Grevenbroich
Schüler besuchen Notunterkunft

Grevenbroich: Schüler besuchen Notunterkunft
Kreisdirektor Dirk Brügge führte die Schüler durch die BBZ-Dreifachturnhalle, die seit September als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt wird. FOTO: RKN
Grevenbroich. Rhein-Kreis will hohe Akzeptanz für die Turnhallen-Belegung erreichen.

Der kurzzeitige Leerstand in der Flüchtlingsunterkunft, die der Rhein-Kreis Neuss in den Turnhallen seines Berufsbildungszentrums (BBZ) in Grevenbroich betreibt, ist sinnvoll genutzt worden: Schüler des BBZ bekamen bei einer Besichtigung einen Einblick in die Flüchtlingsarbeit. Joachim Groß, Mitarbeiter des Kreises, erklärte zwei Klassen die Abläufe bei und nach der Ankunft und zeigte ihnen die Räume, die die Schüler und Vereine bis vor kurzem noch für den Sport genutzt haben.

"Uns ist es wichtig, bei der Flüchtlingsarbeit Offenheit zu zeigen und den Schülern ein Gefühl dafür zu geben, in welch einfachen Verhältnissen die Flüchtlinge in Notunterkünften untergebracht sind. Schließlich lernen die Jugendlichen dort täglich in direkter Nachbarschaft, und ich bin froh, dass dies so problemlos möglich ist", sagte Kreisdirektor Dirk Brügge, der die Gruppe gemeinsam mit dem Flüchtlingsbeauftragten Benjamin Josephs begrüßte. Die Klassen besichtigten neben der Dreifachturnhalle, in der bis zu 300 Asylsuchende schlafen, auch die Gymnastikhalle, die als Essensausgabestelle genutzt wird, sowie die Bereiche für die medizinische Untersuchung und Erfassung.

"Mit dieser Führung möchten wir dazu beitragen, dass wir die hohe Akzeptanz für die Nutzung der Hallen als Flüchtlingsunterkunft erhalten. Gleichzeitig sind wir aber bemüht, sie schnellstmöglich wieder für den Schul- und Vereinssport freigeben zu können", so Brügge.

Die Turnhalle des Berufsbildungszentrums des Rhein-Kreises Neuss wird seit dem 13. September vergangenen Jahres für Flüchtlinge genutzt. Dabei dient die Unterkunft als zentraler Ankunftspunkt. Dort werden neu ankommende Flüchtlinge zunächst medizinisch untersucht und erfasst, bevor sie in andere Orte innerhalb des Rhein-Kreises Neuss verlegt werden.

Quelle: NGZ
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