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Grevenbroich
Schüler setzen Zeichen für den Frieden

Grevenbroich: Schüler setzen Zeichen für den Frieden
Bei "Kick für den Frieden" haben die Teilnehmer im Schlossstadion gezeigt, dass sie sich für Toleranz, Menschlichkeit und soziales Engagement einsetzen. FOTO: G. Salzburg
Grevenbroich. 16 Schüler-Teams aus ganz Deutschland traten am Wochenende bei der zweiten Auflage von "Kick für den Frieden" an. Neben Fußballspielen gab es Diskussionen über Friedensarbeit und eine Party mit Musik von Grevenbroicher Bands. Von Sebastian Draxl

"Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten". Dieses berühmte Zitat von Fußball-Legende Sepp Herberger gilt an allen Orten der Welt. Dass beim Fußball alle gleich sind, nutzen auch die Organisatoren der Veranstaltung "Kick für den Frieden". Rohat Akcakaya (18) kämpft seit Jahren gegen Rassismus und Intoleranz und rief deshalb vor zwei Jahren den "Kick für den Frieden" ins Leben. Am Wochenende fand im Grevenbroicher Schlossstadion die zweite Auflage des Schüler-Turniers statt. Doch nicht nur der Fußball stand dabei im Mittelpunkt. Vielmehr ist "Kick für den Frieden" eine gemeinsame Großveranstaltung aller Schülerprojekte für "Toleranz, Menschlichkeit und soziales Engagement" in Grevenbroich - ein "Wir"-Projekt.

Bereits am Freitag begann die Veranstaltung mit einem Diskussionsabend in der Aula des Erasmus- Gymnasiums. Beim sogenannten "Come Together" trafen sich 300 Gäste und Schüler aus allen Nationen zum Themenabend. "Schon am Nachmittag konnten wir Schüler und Freizeitmannschaften aus dem ganzen Land begrüßen. Die weiteste Anreise hatte dabei ein Team aus Berlin", sagt Rohat Akcakaya. Mit Vorträgen und einem Theaterstück der Gruppe "No Name" starteten die Jugendlichen in ein spannendes Wochenende.

16 Teams trafen sich am Samstag auf dem Rasen des Schlossstadions wieder. "Neben den sieben Schülermannschaften der weiterführenden Schulen in Grevenbroich konnten sich weitere Teams aus dem ganzen Land bewerben", erklärt Akcakaya. Zusammen mit den Schülersprechern der anderen Schulen wurden neun Mannschaften aus 20 Bewerbungen ausgewählt. Am Samstagabend feierten die Jugendlichen dann gemeinsam auf dem Ascheplatz des TuS-Stadions. Auf der Bühne sorgten zahlreiche lokale und überregionale Bands für ordentlich Stimmung. Am Sonntag fanden dann die Endspiele des Turniers statt. "Wir haben jeden Platz in kleinen Finals ausgespielt. Am Ende bekam auch jedes Team einen Pokal. Denn wichtig ist nicht, wer gewinnt, sondern dass wir zusammen ohne jegliche Vorurteile und Blockaden ein großartiges Wochenende hatten", sagt Rohat Akcakaya, der in diesem Jahr sein Abitur am Erasmus Gymnasium gemacht hat. Danach hat der Grevenbroicher noch viel vor. "Ich möchte ein Auslandsjahr in einem Krisengebiet machen, um den Menschen vor Ort zu helfen. Zudem strebe ich ein Studium an", sagt der Abiturient.

Wie genau es im nächsten Jahr mit dem "Kick für den Frieden" weitergeht, weiß Rohat Akcakaya noch nicht genau. "Wir werden uns nach dem Wochenende zusammensetzen und darüber sprechen. Doch die Veranstaltung hat einen so großen Platz in meinem Leben eingenommen, dass ich mir sicher bin, dass es weitergeht", sagt er.

Motivieren dürfte die Schüler vor allem die Spendensumme: 5000 Euro sowie ein Kleintransporter voller Sachspenden werden in zwei Wochen nach Oberhausen an die Organisation "Friedensdorf international" gehen. "Das ist ein unglaublich gutes Ergebnis. Damit haben wir nicht gerechnet", sagt Rohat Akcakaya.

Quelle: NGZ
 
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