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Grevenbroich
Schützen prüfen mehr Abstand beim Einböllern

Schützenkönig stirbt durch Kanonenschuss
Schützenkönig stirbt durch Kanonenschuss FOTO: dpa, bt lof
Grevenbroich. Das tragische Unglück beim Schützenfest im saarländischen Marsberg, bei dem der dortige Schützenkönig ums Leben kam, beschäftigt auch die Schützen im Grevenbroicher Stadtgebiet. Während des Einböllerns hatten sich in Marsberg Kanonenteile gelöst und den 30-Jährigen tödlich verletzt.

Die Grevenbroicher Schützen reagieren mit Bestürzen auf die Ereignisse, denn schließlich werden auch die Heimatfeste in der Schlossstadt vielerorts "eingeböllert". Peter Cremerius, Präsident des Bürgerschützenvereins Grevenbroich, kündigt an, mit dem Vorstand und den Schießmeistern noch Gespräche zu führen. "Unsere Erich-Köppen-Kanone wird natürlich regelmäßig gewartet und geprüft. Die Auflagen sind streng und werden von uns erfüllt", sagt Cremerius. "Dennoch werden wir diskutieren, ob wir den Sicherheitsabstand zwischen Publikum und Kanone nicht eventuell doch noch einmal vergrößern. Wir prüfen genau, ob wir diesen Schritt noch obendrauf für noch mehr Sicherheit machen."

Sicherheit ist auch in den anderen Grevenbroicher Bruderschaften und Schützenvereinen ein großes Thema. Mitglieder des Artilleriezuges Neurath und des Artilleriecorps Allrath wirken zum Beispiel in der "Interessengemeinschaft Pulver" (IG Pulver) mit. Ihr gehören Schützen - nicht nur Artilleristen - aus Vereinen der Region aus Grevenbroich, Dormagen, Neuss, Kaarst, Jülich, Köln und Düsseldorf an.

In Gindorf, wo heute das Broerfest der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft zu Ende geht, war der Unfall aus Marsberg auch ein Thema. "So etwas berührt einen", sagte Schützenkönig und Brudermeister Robert Hoppe. Es müsse nun geklärt werden, wie es zu dem Unfall kam. Zugleich verwies Hoppe darauf, dass die Auflagen für Kanonen und Schießmeister hoch sind.

Nichtsdestotrotz war es 2002 in der Nachbarschaft von Grevenbroich zu einem Unfall gekommen. Beim Schützenfest in Gierath-Gubberath hatte sich ein Mann, der die Kanone bediente, beim Entzünden von Schwarzpulver schwer verletzt.

(abu)
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