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Grevenbroich
Schwanen-Familie wird von Polizei und Feuerwehr eskortiert

Grevenbroich. Eine sechsköpfige Familie spaziert die Straße In der Laag in Frimmersdorf entlang. Das Elternpaar mit den vier Kindern hat es nicht eilig. Sie lassen sich auch von Passanten und Autos nicht stören.

Soweit nicht ungewöhnlich. Doch die Familie war eine ganz besondere: Sechs Schwäne waren am Mittwochabend zu einem ausgedehnten Spaziergang aufgebrochen. Erst mit Hilfe eines besorgten Passanten sowie von Polizei und Feuerwehr wurden die Wasservögel zum Neurather See eskortiert. Die Rettungsaktion dauerte zweieinhalb Stunden.

Für Werner Düster nahm der abendliche Spaziergang eine ungewöhnliche Wendung, als er die tierischen Spaziergänger sah. "Die Schwäne durften ja nicht weiter in Richtung Hauptstraße laufen", sagt der 54-Jährige im NGZ-Gespräch. Düster kümmerte sich um den Verkehr, damit den Schwänen nichts passierte. Anwohner riefen die Polizei. Auch die Feuerwehr stieß dazu.

Die Schwäne legten währenddessen eine kleine Pause in einem anliegenden Garten ein. Dort fielen die Schwanenküken in ein kleines Loch. Düster half ihnen wieder hinaus. In ganz langsamem Tempo, gewissermaßen Schwanenschrittgeschwindigkeit, führten Düster und zwei Feuerwehrmänner - gefolgt von einem Feuerwehrwagen mit Blaulicht - die Tiere zum sicheren Wasser. "Es war sehr interessant, die Schwäne so nah zu erleben", sagt Werner Düster. Sie seien sehr zutraulich und zahm gewesen.

Kurios: Gestern Abend musste die Feuerwehr erneut zur Schwaneneskorte nach Frimmersdorf ausrücken. Nach Feuerwehrangaben war es wohl dieselbe Familie. "Wahrscheinlich müssen wir die Schwäne jetzt jeden Tag begleiten", scherzte ein Feuerwehrmann. Die Feuerwehr betonte, man werde Tieren in Notlagen immer helfen. Wenn es sein müsse, auch jeden Tag.

Weitere Bilder im Internet unter www.ngz-online.de/grevenbroich

(mak)
 
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