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Grevenbroich
Schwester Sophia aus China hospitiert in Südstadt-Pfarre

Grevenbroich. Die Studentin (29) lernt die pastorale Arbeit kennen. Von Ursula Wolf-Reisdorf

Schwester Sophia (29) aus China lebt seit Februar in der Südstadt. In der Pfarre St. Joseph absolviert die Studentin der Religionspädagogik ein Praktikum und lernt dabei pastorale Arbeit in einer fremden Kultur kennen.

Die 29-Jährige wuchs mit zwei Brüdern in Hebei südlich von Peking auf, wo die Basis ihres christlichen Glaubens gelegt wurde. "Mein Urgroßvater hat die Grundlagen des Evangeliums gelernt und sie an die Familie weitergegeben", erzählt die Chinesin. Nach dem Abitur habe sie beschlossen, der Ordensgemeinschaft St. Josef beizutreten. "Der Kontakt entstand über einen Pastor, der heute mein Vorbild ist", erzählt Schwester Sophia. 2013 kam sie in die Bundesrepublik. In St. Augustin erlernte sie die deutsche Sprache, 2015 zog sie zum Studium der Religionspädagogik nach Freiburg. Über das Erzbistum Köln entstand schließlich der Kontakt zur Pfarre in der Südstadt. Dort hospitiert die Studentin in der katholischen Grundschule und lernt die pastorale Arbeit in den Tagesstätten und der Krankenhausseelsorge kennen.

"Dazu gehört auch die Arbeit mit jungen Leuten, die zum Katholikentag fahren. Oder die Vorbereitung auf die Erstkommunion und der Gottesdienste", erzählt Schwester Sophia. Religiöses Leben und Katechese seien in China anders. "Wir tragen als Ordensschwestern normale Kleidung, weil die Regierung uns Schwierigkeiten machen würde", deutet die Schwester nur an. Genauer will sie nicht werden. "Kinder kommen eine Woche in einem Haus zusammen, wo man gemeinsam lebt und isst und die elementaren Dinge des Glaubens vermittelt", erklärt die 29-Jährige, die nach ihrem Studium zurück nach China will, "weil dort Lehrkräfte fehlen".

Deutschland gefällt Schwester Sophia. Nicht nur wegen der aufgeschlossenen Menschen, die "so ordentlich und vernünftig" sind, sondern auch "wegen der sauberen und frischen Luft". An Freiburg liebt sie das milde Klima, an Grevenbroich den Tierpark, durch den sie mit ihrer Gastgeberin spaziert. Hobbys und Sport brauche sie nicht. "Mein Studium und all die neuen Eindrücke sind anstrengend genug."

Quelle: NGZ
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