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Vogel-Paar in Grevenbroich
Schwulem Schwan geht es besser

Die traurige Geschichte der schwulen Schwäne aus Grevenbroich
Die traurige Geschichte der schwulen Schwäne aus Grevenbroich FOTO: Kerstin Pawlikowski
Grevenbroich. Das Schicksal des schwulen Vogel-Paars bewegt - nicht nur die Grevenbroicher. Während der verletzte Schwan auf dem Weg der Besserung ist, fehlt von seinem liebeskranken Partner jede Spur. 

Wo steckt der trauernd zurückgelassene Partner des verletzten schwulen Schwans aus dem Finlay-Park? Diese Frage beschäftigt Menschen und Medien mittlerweile weit über die Grenzen Grevenbroichs hinaus.

Seit der städtische Umweltbeauftragte Norbert Wolf in der vergangenen Woche auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, das Tier habe sich nach der unfreiwilligen Trennung von seinem Lebensgefährten laut rufend auf die Suche durch die Innenstadt gemacht und sei nunmehr seit Tagen verschwunden, spähen Kamerateams, Fotografen und Tierfreunde nach dem Liebeskranken.

Ganz viele Leute nähmen Anteil am Schicksal des Schwanenpaars, sagt Norbert Wolf. "Deshalb steht bei uns das Telefon überhaupt nicht mehr still. Die einen wollen das Tier an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet gesehen haben, andere am Schloss Dyck und wieder andere in Neuss-Reuschenberg."

Marita Adam, NGZ-Leserin aus Kaarst, hält es wiederum für möglich, dass sich der Vogel, nachdem er seinen angestammten Platz im Finlay-Park verlassen hat, aktuell am Kaarster See aufhält. Am Montagabend, erzählt Adam, sei ihr auf dem Gelände des Freibads erstmals ein einzelner, großer Schwan aufgefallen: "Wie gehen dort oft mit den Hunden spazieren. Gänse und Wildvögel gibt es dort einige, aber einen Schwan habe ich dort noch nie gesehen."

Dass der schwule Schwan auf der Suche nach seinem Partner weggeflogen ist, hält auch Norbert Wolf für nicht ausgeschlossen. "Schließlich haben wir es mit einem erwachsenen Tier zu tun", sagt er. Um seinen Lebensgefährten zu finden, müsste es der verlassene Schwan allerdings bis nach Hattingen schaffen.

Dort, in einer Auffangstation für Wildvögel, wurde sein Freund vor kurzem am gebrochenen Flügel operiert. Das Tier, teilt ein Mitarbeiter der "Paasmühle" am Mittwoch auf Anfrage mit, sei auf dem Weg der Besserung und mittlerweile gemeinsam mit anderen "Patienten" untergebracht. Grundsätzlich mache der Schwan einen sehr zufriedenen Eindruck. Auf schweren Liebeskummer deute zurzeit nichts hin.

(juha)
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