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Grevenbroich
Sechs Lindenbäume an der Willibrordusstraße sollen fallen

Grevenbroich. An der Willibrordusstraße soll zwischen Bäckerei und Kirmesplatz ein neuer Gehweg gebaut werden, dafür sollen sechs alte Lindenbäume fallen. Damit werden sich in der kommenden Woche der Bau- und der Umweltausschuss befassen. Protest gibt es bereits im Vorfeld: Umweltausschussvorsitzender Ralf Cremers (CDU) macht sich für den Erhalt der Linden stark. Von Carsten Sommerfeld

Die Erneuerung des Gehwegs hatten Anwohner der Willibrordusstraße gewünscht. Der Flickenteppich aus Asphalt, roter Asche und Platten solle beseitig, der Gehweg in einen verkehrssicheren Zustand gebracht werden. Nach Auskunft von Florian Herpel, Vorstand der Stadtbetriebe,wurden die Schäden an Bordstein und Gehweg durch die Wurzeln der alten Bäume verursacht. Für die Erneuerung müssten etliche Wurzeln beseitigt werden. "Hierdurch wird die Vitalität und Standsicherheit der Bäume massiv beeinträchtigt", erklärt Florian Herpel.

Der Vorschlag der Stadtbetriebe: Die Bäume sollten vor der Sanierung gefällt werden. Die Erneuerung mache nur Sinn, wenn die Altbäume durch neu gepflanzte ersetzt würden. Allerdings könnten sich durch Kanäle und Schachtbauwerke im Boden geänderte Baum-Standorte ergeben. Die Kosten für das Fällen und die Bauarbeiten beziffern die Stadtbetriebe mit rund 45.000 Euro. Umweltausschussvorsitzender Ralf Cremers spricht sich gegen die Fällaktion aus, "um einige Stolperstellen im Gehweg zu beseitigen - das ist zu kurz gesprungen. Die Verwaltung muss nach meiner Meinung Alternativen entwickeln, um die Bäume erhalten zu können", fordert Cremers. "Eigentlich sollte der Verwaltung bekannt sein, dass Bäume wesentlich für die Verbesserung der Luft- und Lebensqualität in den Städten sorgen. Die aktuelle Schadstoffdiskussion ist im Rathaus anscheinend noch nicht so ganz angekommen." Eine Befürchtung: "Meine Erfahrung ist, dass man bei der Nachpflanzung feststellen wird, dass aufgrund der vorhandenen Leitungen keine neuen Bäume gepflanzt werden können", sagt Cremers. Mit den 45.000 Euro Baukosten seien "viele dringende Reparaturmaßnahmen an Straßen und Gehsteigen" möglich. "Da wäre das Geld besser angelegt", betont er.

Die Stadt erklärt, dass 80 Prozent der Kosten von den Anliegern zu tragen seien. Die würden die Beiträge akzeptieren. Einer der Anlieger ist mit dem Schulgrundstück die Stadt selbst.

Quelle: NGZ
 
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