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Grevenbroich
Segelflieger ziehen positives Saison-Fazit

Grevenbroich: Segelflieger ziehen positives Saison-Fazit
Tanja Gross, Vorsitzende der Abteilung Segelflug im Aero-Club Grevenbroich-Neuss, ist zufrieden mit der Saison. Vor allem konnten einige neue Mitglieder gewonnen werden. FOTO: Georg Salzburg
Grevenbroich. Ende Oktober neigt sich die Segelflug-Saison beim Aero-Club Grevenbroich-Neuss dem Ende. Mit 1200 Starts war dieses Jahr äußerst erfolgreich. Auch bei den Gastflügen konnten die Segelflieger eine besonders starke Nachfrage feststellen. Von Andreas Buchbauer

Die Eselsbrücke ist leicht zu merken. "Von O bis O" starten die Segelflieger des Aero-Clubs Grevenbroich-Neuss - und so wird natürlich keine Flugroute à la von Orken nach Otzenrath bezeichnet, sondern die Dauer der Flugsaison. Von Ostern bis Oktober geht es hoch hinaus, und das bedeutet: Die Winterpause steht vor der Tür. Gerade deshalb nutzen die 75 aktiven Mitglieder der Segelflug-Abteilung des Aero-Clubs die noch ausstehenden Tage bis Ende Oktober, um noch einmal vom Flugplatz auf der Gustorfer Höhe zu einer Runde über den Rhein-Kreis Neuss zu starten. Für den Verein war es eine gute Saison - gerade nach dem schwierigen vergangenen Jahr, als der Flugplatz wegen Schäden von Pfingststurm Ela lange Zeit gesperrt war. Tanja Gross, Vorsitzende der Segelflug-Abteilung des Aero-Clubs, zieht für dieses Jahr eine positive Bilanz: "Der Neustart ist vollauf gelungen."

Das lässt sich auch mit Zahlen belegen. Dank der erstmals angebotenen und überaus gut angenommenen beiden Schnupper-Wochenenden, bei denen die Segelflieger ihr Hobby vorstellten, wurden zehn neue Mitglieder gewonnen. "Bei den Schulungen sind wir momentan ziemlich gut belegt", sagt Gross. Und für die, die das Segelfliegen noch von der Pike auf lernen möchten, gibt's auch keine Winterpause. Während die Flugzeuge ruhen, gibt es für die Neu-Piloten theoretischen Unterricht. Möglicherweise kann der ein oder andere dann im kommenden Jahr auch dafür sorgen, dass die Zahl der Starts weiter nach oben geht. Rund 1200 waren es in diesem Jahr von der Gustorfer Höhe aus - und damit mehr als zum Beispiel vor zwei, drei Jahren. "Da waren es je um die 1000 Starts", sagt Gross. Dass das vergangene Jahr deutlich übertroffen wurde, ist dabei klar. Etwa die halbe Saison lang war der Flugplatz gesperrt. "Dementsprechend wenige Starts hatten wir 2014 natürlich auch."

Ganz anders war 2015 auch bei den Gastflügen. Da schien es, als würden viele Grevenbroicher das Erlebnis, das die Segelflieger bieten, ganz neu entdecken. "Wir hatten etwa 50 Prozent mehr Gastflüge als in den Vorjahren", betont Gross. Teilnehmen kann dabei jeder, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer mitfliegen möchte, muss allerdings etwas Zeit mitbringen - und es kommt immer auf die Wetterbedingungen beziehungsweise die Thermik an. Ein Gastflug kostet 20 Euro für 20 Minuten.

Natürlich sollen auch im kommenden Jahr neue Mitglieder gewonnen werden. Deshalb soll es erneut ein Schnupper-Wochenende geben. Doch zunächst rückt das Saisonende näher. Dann kommen die Flieger ins Hangar und werden gewartet - bis auf einen, der zum 30. Geburtstag sozusagen eine kosmetische Verschönerung geschenkt bekommt. Der Schulungs-Doppelsitzer wird derzeit in Bruchsal neulackiert. Für die Wartungsarbeiten, die in eigener Regie in Gustorf sowie der Vereinswerkstatt in Neuss-Norf durchgeführt werden, wurde dem Aero-Club von der Firma 3M eine Poliermaschine zur Verfügung gestellt. Denn "Wartung" bedeutet auch: Die Segelflieger gehen 2016 in neuem Glanz auf der Gustorfer Höhe an den Start.

Quelle: NGZ
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