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Grevenbroich
Seltene und schöne Flitzer beim Oldtimer-Nostalgietag im Elsbachtal

Grevenbroich. Es lag ganz sicher auch am extrem schönen Herbstwetter, dass der siebte ADAC-Oldtimer-Nostalgietag so gut besucht war. Die Eigentümer der zum Teil sehr raren Kostbarkeiten mussten nicht befürchten, dass Regen das Ergebnis stundenlanger Lack- und Chrompflege zunichte machen würde. Egal, ob Isetta oder Rolls Royce: Den in Würde gealterten Oldtimern wurde im Elsbachtal jede Menge Aufmerksamkeit zuteil. Von Rudolf Barnholt

Wer am frühen Sonntagvormittag auf das ADAC-Gelände fuhr, sah als erstes einen 60 Jahre alten Bus: Später konnten sich Besucher mit dem 90 PS starken Gefährt im Neuzustand über den Parcours chauffieren lassen. 51 Jahre alt, 5,37 Meter lang und höchst imposant: Der Rolls Royce Silver Cloud III war ein Hingucker - auch deshalb, weil die Hälfte der Motorhaube geöffnet war und den Blick auf den monumentalen Achtzylinder-Motor freigab - ein seltener Anblick, etwa so, als würde die Queen kurz einen Einblick unter ihren Rock gewähren.

Nicht weit davon entfernt beantwortete der Grevenbroicher Geschäftsmann Heiner Schnorrenberg Fragen zu seinem roten Bitter SC auf Opel Senator-Basis: "420 Stück sind gebaut worden, rund 150 davon dürfte es davon noch geben", erklärte Schnorrenberg, der das Fahrzeug erst vor drei Wochen erworben hatte.

Die DKW-Fraktion war schon von weitem zu hören: Die Zweitaktmotoren gaben Geräusche von sich, als würden sie eine lange Schnur mit leeren Konservendosen im Schlepptau haben. Josef Breuer aus Elsen von den Oldtimerfreunden Grevenbroich, die das Nostalgie-Spektakel mit organisiert hatten, war mit einem 58 Jahre alten Eicher- Traktor vorgefahren. Er reimte: "Ist der Bauer reicher, fährt er Eicher." Der Grevenbroicher Martin Zabel gehört zu denen, die die Erinnerung an den legendären Renault 16 lebendig halten: "Unser Verein, die Renault-16-Freunde Grevenbroich, ist 30 Mitglieder stark. Dieses Fahrzeug war das erst mit Heckklappe", erklärte Zabel.

Frank Santen vom ADAC-Fahrsicherheitszentrum war ein wenig stolz auf einen gelben Koloss, der rund 680.000 Euro gekostet hat: Einen nagelneuen Prüfwagen. Wer wollte, konnte Bremsen und Stoßdämpfer checken lassen.

Quelle: NGZ
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