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Grevenbroich
So komfortabel sind die neuen RB-39-Züge

Grevenbroich: So komfortabel sind die neuen RB-39-Züge
Einer der fertiggestellten Lint-Triebwagen in der Werkstatt in Düren. FOTO: Vias Rail
Grevenbroich. Bei der Vias Rail GmbH laufen die Vorbereitungen für die Betriebsübernahme zwischen Düsseldorf und Bedburg im Dezember. Von Carsten Sommerfeld

In wenigen Wochen können Bahnfahrgäste ungewohnte Triebwagen in blau-hellgrauer Lackierng beobachten. Das Verkehrsunternehmen Vias Rail GmbH bereitet sich auf die Betriebsübernahmen der Regionalbahnstrecke zwischen Bedburg und Düsseldorf vor. Mitte November starten die Schulungsfahrten. "Die Vorbereitungen liegen im Zeitplan. Wir können den Betrieb ab dem Fahrplanwechsel in der Nacht vom 9. auf den 10. Dezember gewährleisten", erklärt in Düren Vias-Rail-Geschäftsführer Sebastian Nießen.

Vor zwei Jahren hatten der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der Zweckverband Nahverkehr mit Vias den Vertrag unterzeichnet. Im Dezember übernimmt das Verkehrsunternehmen der Rath-Gruppe - statt der Deutschen Bahn - den Betrieb auf dem heutigen RB 38-Teilstück zwischen Bedburg und Düsseldorf. Diese Strecke ist künftig als RB 39 im Fahrplan zu finden. Den südlichen Abschnitt bis Köln betreibt weiterhin die Deutsche Bahn als RB 38, in Bedburg ist künftig Umsteigen angesagt.

Der Fahrplanwechsel bringt viele weitere Neuerungen mit sich. Auf der RB 39 werden nagelneue Triebwagen vom Typ "Lint" zum Einsatz kommen. Neun längere Triebwagen (Lint 54) mit 160 Sitzplätzen sind produziert, "heute werden die letzten vom VRR und von uns abgenommen. Die Genehmigung des Eisenbahnbundesamtes ist für den Typ bereits erteilt", erklärte Nießen. gestern Drei kürzere "Lint 41" mit 120 Sitzplätzen sollen im November folgen. Die neuen Wagen, die auch auf der RB 34 (Mönchengladbach - Dalheim) rollen werden, sollen in Doppeltraktion oder solo eingesetzt werden.

Die Dieselfahrzeuge mit erster und zweiter Klasse verfügen über 76 Zentimeter hohe Einstiege, in Kapellen ermöglicht dies niveaugleichen Zugang. An den anderen Stationen im Stadtgebiet müssen Fahrgäste über Trittstufen einsteigen. Für Rollstuhlfahrer gibt es eine ausklappbare Rampe. Zu den Details im Inneren gehören Klimaanlage, Abstellmöglichkeit für Fahrräder und Streckdosen. Sogenannte Repeater sollen für bessere Empfangskapazität beim Mobilfunk sorgen. Monitore sollen über Zuganschlüsse informieren.

In durchschnittlich jedem zweiten Zug soll ein Zugbegleiter zur Verfügung stehen - laut Nießen mehr als bislang. "In den Abendstunden soll in jedem Zug Begleitpersonal mitfahren, um das Sicherheitsgefühl zu steigern und und die Kundeninformation zu verbessern." Zurzeit läuft die Ausbildung der zwölf Zugbegleiter. 14 der 24 Triebfahrzeugführer haben bereits ihren Führerschein und führen schon Züge auf der Rurtalbahn. Verbesserungen gibt es ab dem 10. Dezember auch beim Fahrplan: im morgendlichen Berufsverkehr etwa ist zwischen Grevenbroich und Neuss ein 15-Minuten-Takt vorgesehen. In diesen Tagen starten auch die Bauarbeiten für den neuen Service-Standort in der Nähe des Neusser Hauptbahnhofs - mit Waschanlage, Tankstelle und Entsorgungsanlagen. Gewartet werden die Wagen in der Werkstatt der Rath-Gruppe in Düren.

Ein Teil der Bahn-Fahrgäste kann bereits vor dem 10. Dezember die neuen Wagen ausprobieren. "Ab 20. November werden wir im Auftrag der DB einzelne Fahrten durchführen", kündigt Nießen an. Zudem wird in wenigen Wochen einer der Triebwagen Vertretern des Kreises und der Stadt vorgestellt.

Quelle: NGZ
 
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