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Grevenbroich
Sorge um Folgen von Kirchenabriss

Grevenbroich: Sorge um Folgen von Kirchenabriss
Die Barrensteiner möchten dn Abriss ihrer Kirche nicht. FOTO: Berns
Grevenbroich. Die drastischen Pläne für die Gemeinde St. Nikolaus in Barrenstein sorgen für gemischte Reaktionen.  Laut Kirchenvorstand ist die Entscheidung aber noch gar nicht gefallen.

Wie berichtet soll die Pfarrkirche aus dem Jahr 1975 abgerissen werden, auch das Pfarrhaus und das Pfarrzentrum sollen weichen. Für die Gläubigen bleibt die Kapelle, hinzukommen könnte eine kleine Versammlungsfläche.

Leo Oehmen, früher Mitglied des Kirchenvorstandes, ist traurig über die Planung. "Mir werden die Tränen kommen, am Tag, an dem die Kirche abgerissen wird", ist er schon jetzt sicher. Das Herz werde aus der Gemeinde herausgerissen. Auch er sehe den Trend, dass es mit der Kirche immer weniger werde, so Oehmen. Die Argumentation der Kirche für ihre Pläne könne er aber trotzdem nicht verstehen.

Etwas weniger emotional sieht Detlef Wittig, Vizepräsident des Bürgerschützenvereins (BSV), den drohenden Abriss. "Dass das nicht auf große Begeisterung trifft, ist klar", sagt er. Bei der Vorstandsversammlung am Freitag, 28. April, werde das Thema sicher auf der Tagesordnung stehen, so Wittig. Detailliert besprochen worden sei es aber noch nicht. "Dass der Kirchenbau komplett verschwinden soll, ist ein dicker Hund", findet er. Gleichzeitig sieht er, dass alle Gemeinden von Einschnitten betroffen seien.

"Barrenstein ist ein kleiner Ort", sagt der BSV-Vizepräsident, dort gebe es nicht allzuviel. Wenn nun eine Begegnungsstätte wegfalle, könne das keinen freuen. Auch stellt er die Frage, wie in der kleinen Kapelle alle Besucher Platz finden sollen, wenn etwa am Schützenfestsamstag der Kirchgang ansteht.

Heinz Vanderfuhr vom Kirchenvorstand ist indes noch relativ entspannt. "Papier ist geduldig" sagt er mit Blick auf das Gebäudekonzept des Seelsorgebereichs. Letzten Endes bestimme der Kirchenvorstand, was gemacht wird. Und somit sei die Entscheidung über den Abriss noch nicht getroffen. "Keiner im Ort will, dass die Kirche abgebrochen wird", stellt Vanderfuhr klar. Der Kirchenvorstand wolle nun über das Thema diskutieren, zudem sei geplant, Mitte Mai Vertreter des Erzbistums und einen Architekten einzuladen. "Erst dann überlegen wir, was wir machen", sagt das Kirchenvorstandsmitglied. Man wolle schauen, wie eine kostengünstige Lösung aussehen könnte, so Vanderfuhr.

(arr)
 
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