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Grevenbroich
Sparkassen will Filiale wieder öffnen

Grevenbroich: Sparkassen will Filiale wieder öffnen
Bei der Sprengung eines Geldautomaten wurde die Sparkassen-Filiale schwer beschädigt. Noch steht nicht fest, wann sie wieder eröffnet wird. FOTO: D. Staniek
Grevenbroich. Gesprengter Geldautomat verursachte großen Schaden im SB-Center. Von Wiljo Piel

Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis die Selbstbedienungs-Filiale der Sparkasse in Neuenhausen wieder öffnet. Denn durch die Sprengung eines Geldautomaten ist am Samstagmorgen ein immenser Sachschaden entstanden. "Was die Wiederherstellung des Centers kosten wird, steht noch nicht fest", sagt Stephan Meiser, Direktor der Unternehmenskommunikation bei der Sparkasse Neuss: "Wir holen zurzeit Angebote und Kostenschätzungen ein." Dann wisse man mehr.

Die Gebäudesubstanz sei nach der Detonation aber noch in Ordnung. "Das Haus ist nicht einsturzgefährdet. Somit besteht keine weitergehende Gefahr", sagt Meiser. Wohl aber wurden durch die Wucht der Explosion neben dem Geldautomaten auch Deckenverkleidungen, Glasscheiben Türrahmen und Beleuchtungskörper zerstört.

"Unser Ziel ist es, das SB-Center in Neuenhausen wieder zu eröffnen", sagt der Sparkassen-Sprecher: "Das hängt letztlich aber von den Sicherheitsauflagen der Ermittlungsbehörden und unserer Versicherer ab." Meiser sagt das bewusst. Denn nachdem in Neuss ein an einer Tankstelle aufgestellter Geldautomat von Unbekannten in die Luft gesprengt wurde, erhielt die Sparkasse anschließend keine Betriebserlaubnis mehr am alten Standort, der in unmittelbarer Nähe eines Treibstofflagers lag. "Sicherheit geht vor - das ist immer die oberste Devise", sagt Stephan Meiser: "Sobald wir für den Weiterbetrieb der SB-Stelle in Neuenhausen grünes Licht erhalten, werden wir alles daran setzen, die Bargeldversorgung dort wieder sicherzustellen."

Die Kreispolizeibehörde hat bisher noch keine Spur von den Tätern, die am frühen Samstagmorgen gegen 3.35 Uhr an der Straße "Am Kleekamp" zuschlugen. Wie berichtet, hatten Anwohner kurz nach der ohrenbetäubenden Explosion zwei Personen beobachtet, die mit einem schwarzen Audi A3 flüchteten. Wer Hinweise zu den beiden Unbekannten oder ihrem Fluchtfahrzeug geben kann, wird gebeten, sich bei den Ermittlern unter Telefon 02131 3000 zu melden.

Zurzeit wertet die Kreispolizei in Abstimmung mit dem Landeskriminalamt (LKA) die am Samstag gesicherten Spuren aus. Alleine in diesem Jahr wurden NRW-weit 45 Geldautomaten gesprengt - ob es Zusammenhänge zu anderen Taten gibt, steht noch nicht fest. Laut LKA-Sprecher Frank Scheulen hat es die Polizei mit verschiedenen Tätergruppen zu tun. Dazu zählen neben einer rund 250-köpfigen Bande aus den Vororten von Amsterdam und Utrecht auch örtliche Gruppen, etwa aus dem Kreis Kleve. "Es könnte sich möglicherweise aber auch um einen lokalen Einzeltäter gehandelt haben", sagt Frank Scheulen.

Quelle: NGZ
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