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Grevenbroich
SPD fordert neues Spielplatz-Programm

Grevenbroich: SPD fordert neues Spielplatz-Programm
Schöne neue Spielgeräte gibt es auf dem Spielplatz an der Welchenberger Straße, doch das gilt längst nicht für alle Spielflächen in der Stadt. FOTO: L. Berns
Grevenbroich. Aus dem Verkaufserlös von nicht benötigten Plätzen sollen andere saniert werden. Doch es mangelt an zum Verkauf geeigneten Flächen. Von Carsten Sommerfeld

Mit dem Haushalt 2017 befasst sich der Haupt-, Demografie- und Finanzausschuss am Donnerstag, und dabei sollen auch die Spielplätze Thema sein. Die SPD-Fraktion beantragt die "Fortführung des Spielplatzoptimierungskonzepts". "Weiterhin befinden sich viele Spielplätze in einem desolaten Zustand", erklärt die SPD. Die finanziellen Möglichkeiten der Stadt seien eingeschränkt. Deshalb sollten "weitere Plätze aufgegeben und bleibende Spielplätze optimiert werden." 2015 hatte die Stadt den Sanierungsstau bei den rund 70 Anlagen mit insgesamt rund 400.000 Euro beziffert.

Vor circa acht Jahren war das erste Spielplatzoptimierungsprogramm gestartet. Zwei Flächen in Neukirche und Neuenhausen wurden veräußert, mit dem Großteil des Erlöses mehrere Anlagen mit neuen Geräten "fit" gemacht. Zuletzt wurden Plätze an der Düsseldorfer (Orken) und Welchenberger Straße (Neurath) saniert, dann war das Geld verbraucht. "Das Konzept ist gut gestartet und muss weiterlaufen", sagt SPD-Fraktionschef Horst Gerbrand. "Als ich mir in kleinen Kommunen in Süddeutschland Spielplätze ansah, standen mir fast die Tränen in den Augen darüber, was dort Tolles geboten wird und wie manche Anlagen bei uns aussehen", sagt Gerbrand. "Es ist besser, wenn wir etwas weniger, dafür aber gut ausgestattete Plätze haben", erklärt Daniel Rinkert (SPD). Im Rathaus findet Michael Heesch "den Gedanken, das Konzept fortzusetzen, grundsätzlich richtig". Der Erste Beigeordnete hatte sich für das Spielplatzkonzept stark gemacht. "Wir planen jetzt die Erstellung eines Spielflächenplans. Dabei wird auch die Spielplatzoptimierung Thema sein", kündigt Heesch an. Doch "die Tücke steckt im Detail. Es wird schwer sein, noch Flächen zu finden, die sich als Bauland eignen." Einen - erfolglosen - Anlauf für die Fortführung des Konzepts hat es bereits gegeben. Als Verkaufskandidaten standen zwei laut Verwaltung wenig genutzte Areale An St. Lambertus (Neurath) und an der Friedrich-Ebert-Straße (Südstadt) auf dem Prüfstand. Doch bei beiden Plätzen wäre, wie Heesch erläutert, die Erschließung als Bauland mit erheblichen Schwierigkeiten und Kosten verbunden.

Vielleicht gibt es ein weiteres Lösungsmodell für attraktivere Plätze. In Jüchen haben Familien oder Vereine für mehrere Spielanlagen Patenschaften übernommen, unterstützen die Gemeinde. Und für das Areal an der Friedrich-Ebert-Straße hat die Wählergemeinschaft "Mein Grevenbroich" um Martina Suermann und Ulrike Oberbach mit Anwohnern den Plan für einen generationsübergreifenden Platz etwa mit einem Bouleplatz entwickelt. "Viele Anwohner und auch Firmen sind bereit, sich zu engagieren", berichtet Fraktionschefin Suermann. Das Projekt sei demnächst Thema im Landschaftspflegeausschuss. "Ich denke, wo bürgerschaftliches Engagement vorhanden ist, sollte man es, wenn irgend möglich, zulassen", sagt Suermann. Das meint auch Heesch, doch der Beigeordnete gibt zu bedenken, "dass nur Plätze saniert werden sollten, für die Nachfrage besteht." Zudem habe die Stadt die Verkehrssicherungspflicht. Auf sie würden weiterhin Kosten zukommen.

Quelle: NGZ
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