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Grevenbroich
SPD-Fraktion lehnt dreispurige Landstraße 116 ab

Grevenbroich. Das für den Neubau der von RWE Power abgebaggerten Landstraße 48 hinterlegte Geld soll nach Meinung der CDU in einen teilweise dreispurigen Ausbau der L 116 zwischen Grevenbroich und Bedburg investiert werden. Nachdem sich bereits die Grünen und die UWG/ABG-Fraktion gegen ein solches Vorhaben ausgesprochen haben, legt nun auch die SPD ihr Veto ein.

"Wir wollen wissen, ob der Bau der L 48n tatsächlich entbehrlich ist", sagt Fraktionschef Horst Gerbrand. "Diese Frage sollte im Rahmen des neuen Grevenbroicher Verkehrsentwicklungsplanes geklärt werden." Fakt sei: Für die Straße besteht Bergrecht, RWE muss sie wiederherstellen, die dafür erforderlichen Mittel stehen bereit. "Grevenbroich hat einen Anspruch auf diese Landstraße", sagt Gerbrand. "Bislang wurde immer betont, dass sie wichtig für die Stadt sei. Ob das tatsächlich so ist, soll geprüft werden."

Könne auf die L 48n verzichtet werden, sollte das Geld nach Meinung der SPD nicht für einen dreispurigen Ausbau der L 116 verwendet werden. "Vielmehr sollte es für Lärmschutzmaßnahmen entlang der Straße verwendet werden, und zwar in Höhe der Orte Gustorf, Gindorf und Laach", sagt Gerbrand. Seine Befürchtung: Werde die L 116 weiter ausgebaut, würde das für mehr Verkehr und letztlich auch zu einer höheren Belastung der angrenzenden Orte führen.

Ähnlich hatten sich auch UWG/ABG geäußert. Angesichts der schon jetzt hohen Lkw-Belastung hatten die Wählergemeinschaften sogar ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen oder eine Maut vorgeschlagen.

(wilp)
 
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