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Grevenbroich
SPD: Kita-Essen würde rund zwei Euro teurer

Grevenbroich. Die Sozialdemokraten kritisieren den Landrat für seine Aussagen zum "Cook and Chill"-Verfahren.

Hat der Kreis bei den Planungen für die neue Krankenhaus-Großküche in Dormagen womöglich fest mit den Aufträgen aus Grevenbroicher Schulen und Kitas mit mehreren hundert Essen pro Tag gerechnet? Und reagiert der Landrat vielleicht deshalb so empfindlich auf das von der Stadt voraussichtlich "verschmähte" "Cook and Chill"-Angebot? Diese Fragen wirft jetzt SPD-Ratsfrau Cecilia Schwab auf, nachdem Hans-Jürgen Petrauschke Schwabs öffentliche Aussage, das Kreiskrankenhaus stelle die Stadt mit der Einstellung der Belieferung von Kitas und Schulen Anfang kommenden Jahres quasi vor vollendete Tatsachen, kritisiert hat. "Anders kann ich mir seine Äußerungen nicht erklären", sagt Schwab. Es sei zwar richtig, dass bereits seit längerem eine Schließung der Krankenhausküche im Raum gestanden habe, sagt die Jugendpolitische Sprecherin. "Die definitive Info, dass es im Februar 2017 soweit ist, hat der Rat aber erst Anfang dieses Jahres bekommen. Wäre dem nicht so gewesen, hätten wir uns schon früher um Alternativen kümmern können und müssen."

Wütend macht Schwab auch die Aussage des Landrats, in zehn von elf Grevenbroicher Kitas könnte ein für das "Cook and Chill"-Verfahren nötige Aufwärmgerät untergebracht werden: "Das stimmt definitiv nicht", sagt sie. "Mit ein bisschen Umräumen ist es hier nämlich nicht getan. "Die Schaffung der Infrastruktur ist enorm aufwendig und teuer. Das Essen", schätzt Schwab, "würde allein deshalb mindestens zwei Euro teurer werden."

(juha)
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