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Grevenbroich
SPD kritisiert fehlende Kita-Daten

Grevenbroich: SPD kritisiert fehlende Kita-Daten
Für das nächste Kita-Jahr fehlen der Stadt zurzeit 130 Plätze. FOTO: DPA
Grevenbroich. Fraktionschef Horst Gerbrand: Stadt muss die Versorgung sicherstellen. Von Wiljo Piel

"Gewaltige Aufgaben" sieht SPD-Fraktionschef Horst Gerbrand im Bereich der Kitas auf Grevenbroich zukommen. Die Stadt müsse sicherstellen, dass alle Eltern einen Platz für ihre Kinder bekommen, sie müsse ein verlässlicher Partner für Mütter und Väter sein. Ob in diesem Jahr für jedes Kind ein Kita-Platz zur Verfügung stehen wird, ist zurzeit offen. Wie berichtet, fehlen für das im August beginnende Kitajahr noch etwa 130 Plätze in ganz Grevenbroich. Gerbrand spart in diesem Zusammenhang nicht mit Kritik an der Stadtverwaltung: "Die Jugendhilfeplanung hätte sauberer fortgeschrieben werden müssen, dann würden wir jetzt nicht vor einer solch katastrophalen Zahl stehen", sagte er unserer Redaktion nach den Haushaltsberatungen der SPD-Fraktion.

"Es machte sich großer Unmut breit, als wir mit den 130 fehlenden Plätzen konfrontiert wurden", schilderte Gerbrand die Stimmung in der SPD. Eltern dürften zurecht von der Stadt erwarten, dass ihre Kinder eine vernünftige Betreuung erhalten - es dürfe niemand auf Wartelisten geschoben werden. "Daher müssen jetzt alle Maßnahmen ergriffen werden, damit Kinder im Alter unter und über drei Jahren zum Start des neuen Kitajahres gut versorgt sind", unterstrich Gebrand. Neben dem Ausbau der Tagespflege und der von der Stadt geplanten Einführung der Großtagespflege nach einem Mönchengladbacher Modell müssten auch Kita-Erweiterungen mit Containern in Betracht gezogen werden, betonte er. Auch Neubauten würden in absehbarer Zeit fällig - doch: "Die Frage ist: wo?", so Gerbrand: "Dafür werden saubere Daten benötigt, die bisher nicht vorliegen." Er sieht hierbei vor allem die Jugendhilfeplanung in der Verantwortung, nicht aber die Bauverwaltung.

"Die Stadt wird in diesem Bereich noch einmal richtig Geld in die Hand nehmen müssen", sagt der Fraktionsvorsitzende. Aus diesem Grund sei es wichtig, das Grevenbroicher Haushaltssanierungskonzept "vernünftig weiterzuentwickeln". Wie berichtet, hatte sich die SPD nach ihrer Etat-Klausur dafür ausgesprochen, das auf das Jahr 2024 ausgerichtete Spar-Konzept um zusätzliche Maßnahmen zu erweitern. Ein entsprechender Generalantrag wird für die Haupt- und Finanzausschusssitzung im nächsten Monat vorbereitet.

Quelle: NGZ
 
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