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Grevenbroich
SPD sieht Handlungsbedarf bei den Stadtbus-Linien

Grevenbroich: SPD sieht Handlungsbedarf bei den Stadtbus-Linien
Gerlinde Fetten ärgert sich über lange Busfahrtzeiten. FOTO: L. Berns
Grevenbroich. Kritik gibt es auch an der neugestalteten Linie 892.

Die SPD-Fraktion will sich mit dem Buslinien-Angebot in der Stadt befassen. Parteivorsitzender Daniel Rinkert sieht Verbesserungspotenzial. Wir werden uns zusammensetzen, und prüfen, wo das Liniennetz optimiert werden kann", kündigt er an. Der Stadtverbandsvorsitzende sieht mehrere Probleme. "Beispielsweise ist der Bahnhof in Frimmersdorf nicht an den Stadtbus angebunden. Zudem besteht für Neurather und Frimmersdorfer keine direkte Fahrtmöglichkeit zum Versorgungszentrum mit Aldi und Netto an der Wassermühle in Gindorf", so Rinkert. Und wer von Neukirchen mit dem Bus in die City wolle, müsse in Wevelinghoven umsteigen.

Mitte Juni hatte der Rheinlandbus, der den Stadtbus betreibt, Korrekturen am Liniennetz vorgenommen. Das schafft aber etwa für die Südstädterin Gerlinde Fetten, die im Industriegebiet arbeitet, Probleme. "Früher benötigte ich von der Südstadt fünf Minuten ins Industriegebiet, heute muss ich erst zum Bahnhof und dann mit der Linie 869 zu meiner Arbeitsstätte. Das dauert jeweils rund 40 Minuten", erklärt die 45-Jährige. Der Grund für längere Fahrtzeiten: Die Linie 892 fährt nicht mehr das Industriegebiet Ost an, das nun mit der Linie 869 zu erreichen ist. "Es kann doch nicht sein, dass man fast erst ans andere Ende der Stadt und dann zurückfahren muss, das ist nicht kundenfreundlich", sagt Fetten verärgert.

Bei "DB Regio Bus" in Münster erklärt dazu Sprecherin Sigrun Richter: "Wir haben den Schlenker ins Industriegebiet aus der Linienführung der 892 herausgenommen, damit die Fahrten schneller werden." Außerdem sei die Zahl der Fahrgäste, die mit dieser Linie ins Industriegebiet wollte, gering gewesen. Die Linie 892 wurde auch sonst neu konzipiert, fährt von Gindorf nicht mehr nur bis Evinghoven, sondern weiter über Anstel und Rommerskirchen bis Neurath. "Wir sind bemüht, unser Liniennetz zu optimieren, aber es lässt sich nicht vermeiden, dass einzelne Fahrgäste eine Verschlechterung hinnehmen müssen." Sigrun Richter weist aber darauf hin, dass es auch Möglichkeiten gebe, mit dem Linienbus in 17 oder 20 Minuten von der Südstadt ins Gewerbegebiet zu gelangen.

(cso-)
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