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Grevenbroich
SPD: Stadt soll Arbeitsgemeinschaft für Fahrradfreundlichkeit beitreten

Grevenbroich. Die Stadt Grevenbroich soll endlich fußgänger- und fahrradfreundliche Kommune werden. Dieses seit längerem verfolgte Vorhaben will die SPD-Ratsfraktion weiter forcieren und sprach sich am vergangenen Wochenende auf ihrer Klausurtagung im rheinischen Moers erneut dafür aus. Die Sozialdemokraten im Stadtrat pochen darauf, einen Beschluss in die Tat umzusetzen, der längst im Hauptausschuss gefasst worden war: nämlich dass die Schlossstadt beantragt, Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundliche Städte (AGFS) zu werden. Dieser Gemeinschaft gehören in Nordrhein-Westfalen aktuell 75 Städte und Gemeinden an, seit 2004 auch der Rhein-Kreis Neuss, darüber hinaus sind die Städte Dormagen und Rommerskirchen Mitglied. Von Susanne Niemöhlmann

Den Mitgliedsbeitrag in Höhe von 2500 Euro hält Horst Gerbrand, Vorsitzender SPD-Ratsfraktion, für gut angelegt, denn die Arbeitsgemeinschaft biete eine Menge Knowhow und unterstütze ihre Mitglieder nicht zuletzt bei der Erschließung von Fördertöpfen. Das Zertifikat, das eine Kommune als fußgänger- und fahrradfreundlich ausweist, wird übrigens immer auf sieben Jahre befristet verliehen und muss dann erneut beantragt werden.

Gerbrand und seine Kollegen aus der SPD-Ratsfraktion erhoffen sich von der Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft zudem eine Förderung der Nah-Mobilität, also für Strecken unter fünf Kilometer Länge, wie sie einen Großteil der Entfernungen im Alltag ausmachen. Ein Konzept für die Nah-Mobilität, wie es Städte wie Münster oder Amsterdam bereits besitzen, möchte die SPD-Ratsfraktion darum auch für Grevenbroich. "Das Fahrrad ist das Thema der Zukunft", zeigt sich der Sozialdemokrat überzeugt, "man denke allein schon an die Zunahme im Bereich der Elektrofahrräder für Senioren." Grundsätzlich solle daher das Grevenbroicher Radverkehrsnetz weiter optimiert werden.

Auf große Zustimmung stößt der Gedanke einer Mitgliedschaft Grevenbroichs im AGFS natürlich beim Allgemeinen deutschen Fahrradclub (ADFC) Grevenbroich. "Da daran Bedingungen geknüpft sind, könnte das die bisherigen Bemühungen um den Radverkehr noch strukturierter und gezielter voranbringen", sagt Vorstandsmitglied Peter Wimmer, der sich eine Art "Masterplan" erhofft. Neben dem Umweltaspekt und dem gesundheitlichen Ansatz für den Einzelnen profitiere Grevenbroich davon, wenn nicht nur das Auto in den Fokus genommen werde. "Das macht eine Stadt lebenswerter."

Quelle: NGZ
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