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Grevenbroich
Spendenaktion: Ein Vormittag als Straßenkind

Grevenbroich. Zum Unesco-Tag werden Schuhe und Autos geputzt.

Luisa trägt gewissenhaft rosafarbenes Glitzerpuder auf die Tattoo-Schablone auf. Motiv: grazile Glücksfee. Dann läuft sie zu ihren Mitschülern, die sich auf dem Marktplatz versammeln. Die elf Jahre alte Schülerin am Pascal-Gymnasium ist Teil der Aktion "Sichtwechsel - Straßenkind für einen Tag."

Zwar sind die meist nicht mit einer beachtlichen Menge Nagellack und Hautkleber ausgestattet, aber erleben oftmals eine ganz ähnliche Situation: Bei nasskaltem Wetter flitzen durch Innenstädte flitzen und versuchen, die Aufmerksamkeit der Passanten zu erregen. Oftmals gar nicht so leicht. "Manche gehen einfach weiter", sagt Luisa. Wieder andere würden nur freundlich lächeln. Ein echtes Straßenkinder-Leben eben. Aber die Dosen der insgesamt 26 Schülerinnen und Schüler aus den fünften und sechsten Klassen klappern am Ende des Vormittags kräftig. 730 Euro konnte die Aktion einbringen.

Die Lehrerinnen Angela Patzer und Ronja Skronski sind zufrieden. Die Erlöse der Aktion, die anlässlich des Internationalen Projekttags unter dem Motto "Schau hin! Misch dich ein" der Unesco-Projektschulen veranstaltet wurde, sollen an ein Schutzzentrum für Mädchen auf den Philippinen gehen.

Gegen einen beliebigen Spendenbetrag erhalten die Passanten wahlweise ein Glitzertattoo, eine Maniküre, Muffins oder Taschentücher. Oder auch eine schnelle Autowäsche am Rathaus-Parkplatz. Und selbst eine Schuhputzkiste haben die Schüler aufgestellt. Dazu konnten sich aber nur wenige Passanten durchringen. Der Regen hatte ja bereits für Glanz gesorgt.

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