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Grevenbroich
St. Elisabeth hat zwei neue Chefärzte

Grevenbroich: St. Elisabeth hat zwei neue Chefärzte
Nicole Pfeifer und Benedikt Münz komplettieren das Team der Chefärzte an den Rhein-Kreis Neuss Kliniken. FOTO: Lothar Berns.
Grevenbroich. Nicole Pfeifer und Benedikt Münz treten jetzt die Nachfolge Professor Bernhard Höltmanns an. Von Valeska von Dolega

27 Jahre war Professor Bernhard Höltmann für St. Elisabeth tätig, leitete als Chefarzt die Kliniken der Kardiologie und Pneumologie sowie als Gründungschefarzt die Geriatrie. Die Aufgaben des "Leitenden Medizinaldirektors", wie seine Funktion offiziell genannt wurde, haben jetzt zwei Chefärzte übernommen. Seit 1. Juli ist Nicole Pfeifer für die Geriatrie verantwortlich. Ihr Kollege Benedikt Münz leitet nunmehr die Abteilung für Kardiologie, Angiologie sowie internistische Intensivmedizin.

Als "genau den richtigen Weg" beschreibt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke die Installation der Doppelspitze, die besondere Synergien verspricht. Denn die 45 Jahre alte Fachärztin für Innere Medizin und Ernährungsmedizin, die außerdem ärztliche Wundexpertin ist, leitet bereits seit Jahresbeginn 2017 die Klinik für Geriatrie am Lukaskrankenhaus in Neuss. "Zu gleichen Teilen, also je 50 Prozent" wird sie ab sofort an beiden Kliniken tätig sein, beschreibt sie das Zeitmanagement. "Das wird tageweise strukturiert." Auch Benedikt Münz, unter anderem ebenso für die interventionelle Kardiologie wie die interventionelle Angiologie und Hypertensiologie zertifiziert, hat neben St. Elisabeth eine weitere Fachabteilung einer anderen Klinik zu betreuen, nämlich die entsprechende Abteilung im Kreiskrankenhaus Dormagen. Auch er ist so vor Ort, wie es "individuell notwendig und bedarfsgerecht" ist.

"Wir wollen Synergismen bilden und maximal ausschöpfen", sagen die beiden Ärzte. Prozesse sollen dabei in den Kliniken vereinheitlicht und das Portfolio zugleich erweitert werden. "Die Zusammenarbeit stärkt die Patientenversorgung", sagt Landrat Petrauschke. Denn für Herzkranke ist im Kreiskrankenhaus bereits ein entsprechendes Katheterlabor mit einer 24-Stunden-Herzkatheterbereitschaft zur lückenlosen Versorgung akuter Herzinfarkte eingerichtet.

Als nächstes soll die interventionelle Becken-Bein-Angiographie etabliert werden, eine Methode, bei der Gefäße mithilfe von Kontrastmittel sichtbar gemacht werden. Mögliche Engstellen oder Verschlüsse dieser Gefäße werden direkt sichtbar gemacht und können in der gleichen Sitzung behandelt werden.

Das Verfahren ist beispielsweise für diejenigen interessant, die an der sogenannten Schaufenster-Krankheit leiden. "Die bedarfsgerechte Behandlung von Engstellen der Beingefäße mittels Ballonaufdehnung und dem Einsetzen von Gefäßstützen ermöglicht die effektive Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit", erklärt der Fachmann, wie unter Röntgenkontrolle spezielle Verfahren angewendet werden können.

Quelle: NGZ
 
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