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Grevenbroich
Stadt arbeitet an Konzept für das Bahnhofsviertel

Grevenbroich. Nach einem Streit im Bahnhofsgebäude wurden vorgestern mehrere Menschen durch Reizspray verletzt. Polizei, Rettungsdienst und Ordnungsamt mussten eingreifen.

"Es war eine furchtbare Situation", erinnert sich Alexandra Ganzert. Sie ist Filialleiterin des Kiosks und musste nach der Pfefferspray-Attacke ins Krankenhaus verbracht werden. "Inzwischen bin ich wieder einigermaßen beisammen", sagt sie über die in der Klinik ergriffenen Maßnahmen gegen das Augenbrennen und den Reizhusten. Bereits einen Tag nach dem Vorfall stand sie wieder mit Tochter Vanessa Merheim am Arbeitsplatz im Büdchen - und machte eine entscheidende Entdeckung: Gestern gegen 11.30 Uhr, kam einer der beiden Gesuchten am Geschäft vorbei. "Wir alarmierten daraufhin sofort die Polizei", sagt Alexandra Ganzert.

Die Beamten kontrollierten wenig später eine Frau, die im Verdacht steht, an der Pfefferspray-Attacke beteiligt gewesen zu sein. "Unsere Ermittlungen konzentrieren sich nun auf diese Frau", sagt Polizeisprecherin Daniela Dässel. Die Ordnungshüter erhoffen sich dadurch Hinweise auf den Pfeffersprayer.

Die Stadt, die seit Januar mit ihrem Ordnungs- und Sicherheitsdienst (OSD) zeitweise im Bahnhofsumfeld präsent ist, erarbeitet zurzeit ein Konzept zum Bahnhofsviertel und seinen Problemen. Das erklärt Bürgermeister Klaus Krützen, der zudem zu bedenken gibt: "Wir haben im Bahnhof kein Hausrecht." Die Stadtverwaltung werde nun mit Vertretern der Deutschen Bahn besprechen, wie sie ihre Eingriffsmöglichkeiten an dieser Stelle erhöhen kann. Krützen halte nichts davon, "Forderungen aufzustellen, die nicht erfüllt werden können".

(cso-/von)
 
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