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Grevenbroich
Stadt arbeitet an neuem Spielflächenbedarfsplan

Grevenbroich: Stadt arbeitet an neuem Spielflächenbedarfsplan
Der Spielplatz an der Realschule in Wevelinghoven gehört zu den größeren in der Stadt. Einschließlich der Bolzplätze gibt es rund 90 Anlagen. FOTO: L. Berns
Grevenbroich. Verwaltung prüft das Angebot und den Bedarf an Spielplätzen. Ein Ziel ist es, für Anlagen Spielplatzpaten zu gewinnen. Von Carsten Sommerfeld

Rund 90 Spielplätze und Bolzplätze unterhält die Stadt - zurzeit prüft die Verwaltung, ob dieses Angebot dem heutigen Bedarf entspricht, wie es weiterentwickelt werden kann. Im Rathaus ist ein neuer Spielflächenbedarfsplan in Arbeit. Vertreter von Jugend, Planungs- und Grünflächenamt setzen sich dafür an einen Tisch, das Ergebnis soll Anfang 2018 der Politik vorgelegt werden.

"Der bisherige Spielflächenbedarfsplan stammt von 1992, die Stadt will ihn nun erneuern", erläutert Hilde Seuring vom Jugendfachbereich. In 25 Jahren hat sich viel geändert. In mancher einst kinderreichen Siedlung ist der Nachwuchs aus den Elternhäusern ausgezogen, anderswo ist neuer Bedarf für Spielgeräte entstanden. Überprüft wird laut Seuring etwa, wo kleine Plätze kaum noch genutzt werden und vielleicht aufgegeben werden könnten - und "wo andere Anlagen erweitert werden können, um sie attraktiver zu gestalten". Im Rahmen der ämterübergreifenden Kooperation wird auch untersucht, wo geplante Neubaugebiete neue Spielmöglichkeiten erforderlich machen. Ein Trend: Die Stadt favorisiert neben Kleinkind-Plätzen "Quartiers-Spielplätze" mit Geräten für mehrere Altersgruppen, samt Treffpunkten für Jugendlichen.

Ein Ziel soll laut Hilde Seuring vom Jugendamt auch sein, "Spielplatzpaten zu gewinnen, die auf den Plätzen nach dem Rechten sehen". Dieses Konzept führte die Nachbargemeinde Jüchen bereits vor einigen Jahren ein.

Verändert hat sich laut Seuring auch das Freizeitverhalten, nicht nur wegen der Digitalisierung und der sozialen Medien. "Viele Kinder und Jugendliche haben heute wegen mehr Nachmittagsunterrichtes weniger freie Zeit, die sie selbst gestalten können", weiß die Jugendamt-Mitarbeiterin. Zudem gebe es weniger Flächen, auf denen Kinder ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen könnten. Doch was wollen die Jugendliche selbst? Der Jugendrat hat zu dieser Frage einen Fragebogen für Zwölf- bis 20-Jährige erarbeitet und verteilt, in der er nach gewünschten Freizeitflächen fragt oder wie ein Jugendpark aussehe solle. "Das Ergebnis soll in den Bedarfsplan einfließen", sagt Seuring.

Klar ist, dass bei den Spielgeräten weiter Handlungsbedarf besteht. Für das Etatjahr 2018 sind 60.000 statt bisher 30.000 Euro eingeplant worden, etwa um defekte oder verschlissene Geräte zu ersetzen. "Wir rechnen mit erhöhtem Austauschbedarf", sagt Stadtsprecherin Ines Hammelstein. Anfang 2015 hatte die Stadt den Sanierungsstau auf rund 400.000 Euro geschätzt. Danach wurden mehrere Plätze fit gemacht. eine aktuelle Zahl für den Sanierungsstau nennt die Verwaltung nicht.

Quelle: NGZ
 
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