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Grevenbroich
Stadt erstellt zwei Varianten für den Platz der Deutschen Einheit

Grevenbroich. Der Platz der Deutschen Einheit zwischen Rheydter Straße und Bahnstraße soll barrierefrei gestaltet und unter anderem für Veranstaltungen genutzt werden. Das sind zwei der beim Bürger-Workshop geäußerten Wünsche. Zu dem hatte die Stadt mit der Aachener Planungsgruppe MWM im Rahmen des Innenstadt-Entwicklungskonzepts (ISEK) geladen. Immerhin rund 30 Bürger waren in den Bernardussaal zum mehrstündigen Workshop gekommen, setzten sich in Arbeitsgruppen mit der Platzgestaltung auseinander. Stadtverwaltung und Planer sind über die Resonanz erfreut. Im Vorfeld hatte die Stellwerk-Initiative erklärt, dem Treffen fern zu bleiben - sie hat Kritik am Vorgehen der Stadt beim ISEK.

Laut Stadt betonten die Workshop-Teilnehmer, dass eine Umgestaltung des Platzes mit einer strukturellen und sozialen Stärkung des Quartiers einhergehen müsse. Zudem sei eine starke Verbundenheit mit dem Bahnhofsquartier und dem Platz deutlich geworden. Nach den Arbeitsgruppen wurden die Ergebnisse präsentiert. Ein geäußerter Wunsch ist laut den Veranstaltern, dass das Denkmal am heutigen Standort erhalten bleibt. Frühe Überlegungen bei MWM hatten vorgesehen, das Denkmal zu verrücken, um es sichtbarer zu machen - dies sei jedoch bereits damals auf Ablehnung gestoßen.

Begrüßt wurde beim Workshop, dass der Platz um einen Teil der verlängerten Bahnstraße vergrößert wird. Eine Anregung ist, den Platz barrierefrei zu gestalten, er ist von mehreren Seiten nur über Stufen zu erreichen. Für die Platzränder wird eine Begrünung angeregt, bei der aber im Herbst nicht zuviel Laub anfallen solle. Ein weiterer Vorschlag: Mobile Hochbeete mit Kräutern oder Gemüse gemäß der "Urban Gardening"-Idee (Urbaner Gartenbau), für diese Beete könnten Patenschaften vergeben werden. Ein Wunsch ist die multifunktionale Nutzung des Platzes für Veranstaltungen; die Stellwerk-Initiative hat dort bereits ein Viertelfest mit Open-Air-Kino veranstaltet.

So geht es weiter: Die Stadt kündigt an, dass nach den Anregungen zwei Gestaltungsvarianten erarbeitet werden. Diese werden in einem Bürgerforum vor Entscheidung des Rates vorgestellt. Beigeordneter Florian Herpel betonte, dass die Planung für den Platz 2017 zum Abschluss kommen sollte, unter anderem um Fördermittel zu sichern.

(cso-)
 
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