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Grevenbroich
Stadt informiert über Quecksilber-Emissionen

Grevenbroich. Die Stadtverwaltung organisiert für Montag, 29. August, eine Informationsveranstaltung zu Quecksilber-Emissionen aus Braunkohlekraftwerken. Interessierte Bürger können dann mit Experten diskutieren.

Eingeladen wurden Dirk Jansen vom Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), sowie Eberhard Uhlig, Leiter der Technischen Dienste der RWE-Sparte Braunkohlekraftwerke. Die Diskussionsveranstaltung beginnt um 18 Uhr im Bernardussaal neben dem Alten Rathaus.

Ein Thema des Abends wird die Studie des Hamburger Instituts für Ökologie und Politik (Ökopol) sein, das im Auftrag der Bundes-Grünen darauf hingewiesen hatte, dass allein die Kraftwerke in Grevenbroich 700 Kilogramm Quecksilber pro Jahr ausstoßen. Technisch wäre eine bedeutende Reduzierung des Quecksilberausstoßes möglich, heißt es in dem Gutachten. Das zeige sich in den USA, wo die Grenzwerte viel niedriger seien. RWE und heimische Politiker halten dagegen, dass die Kraftwerke die deutschen Quecksilber-Grenzwerte einhalten. Zum Teil würden sie deutlich unterschritten, dies gelte auch für den strengeren Grenzwert, der ab 2018 kommen soll.

Das zweite Thema: Der BUND befürchtet, dass Spurenelemente von Schwermetallen wie Quecksilber aus Braunkohlenaschen, die in Kraftwerksdeponien und Tagebauen verkippt wurden, in das Grundwasser gelagen könnten. Wie berichtet, hat das NRW-Umweltministerium ein entsprechendes Untersuchungsprogramm in Zusammenarbeit mit der Ruhruniversität Bochum eingeleitet. Ein Ergebnis soll voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres vorliegen.

Quelle: NGZ
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