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Grevenbroich
Stadt lässt vier Hallen für Flüchtlinge bauen

Grevenbroich. Am Hagelkreuz und an der Gilbachstraße entstehen neue Unterkünfte für bis zu 260 Menschen.

Die Stadt bereitet sich auf die Aufnahme weiterer Flüchtlinge vor. Am Rand der Innenstadt beginnen in der nächsten Woche die vorbereitenden Arbeiten für neue Unterkünfte, in denen bis zu 260 Menschen ein vorübergehendes Obdach finden sollen. Die Kosten für dieses Projekt bezifferte die Verwaltung gestern auf rund 5,2 Millionen Euro.

Auf der Grünfläche am Hagelkreuz - dort wo vor einigen Jahren die Verbrauchermesse "Rhein-Erft-Schau" stattfand - wird in den nächsten Tagen schweres Gerät vorfahren. Das von der katholischen Kirche gepachtete, rund 4000 Quadratmeter große Areal verfügt bereits über die erforderlichen Gas-, Strom- und Wasseranschlüsse, es wird nun für das Aufstellen von insgesamt vier Leichtbauhallen aus Aluminium vorbereitet.

"Die Hallen werden in einzelne Parzellen unterteilt, um eine gewisse Privatsphäre für die dort untergebrachten Menschen sicherzustellen", sagt Rathaussprecherin Ines Hammelstein. Zwei Hallen werden für das Wohnen und Schlafen hergerichtet, darüber hinaus wird es eine Aufenthaltshalle und eine weiteren mit sanitären Einrichtungen geben. Die Leichtbauhallen werden von der Grevenbroicher Firma Späth geliefert, die bereits Flüchtlingsunterkünfte in Lüchow-Dannenberg, in Bergisch-Gladbach und in der Nähe von Berlin einrichtete. Bis zu 160 Menschen können in den vier Hallen untergebracht werden.

"Ein Sozialarbeiter und ein Verwalter werden sich um die Betreuung und Versorgung der Bewohner kümmern. Wie bei den anderen Unterkünften im Stadtgebiet wird auch dort ein Sicherheitsdienst eingerichtet", berichtet Hammelstein. Auf einem in der Nähe liegenden Grundstück an der Gilbachstraße werden in der kommenden Woche vorbereitende Erdarbeiten beginnen. Auf der etwa 5000 Quadratmeter großen, stadteigenen Fläche werden voraussichtlich Ende März sieben Wohncontainer-Einheiten aufgestellt. Anschließend sollen dort etwa 100 Flüchtlinge einziehen. Die Anwohner sind von Vertretern der Stadtverwaltung im Dezember im Rahmen einer Bürgerversammlung über dieses Projekt informiert worden.

(wilp)
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