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Grevenbroich
Stadt muss Lärmschutzgutachten für Jugendpark vorlegen

Grevenbroich. Als zentraler Treffpunkt für junge Leute soll der Jugendpark entstehen. Präferiert wird von den Initiatoren aus dem städtischen Jugendrat dafür der Ascheplatz an der Waldwiese Im Bend. "Das formale Verfahren läuft", sagt Michael Heesch, Jugenddezernent und Erster Beigeordneter. Von Valeska von Dolega

Doch bevor der erste Spatenstich an der auserkorenen Adresse getan wird, müssen auch Untere Landschaftsbehörde, Planungs- und Bauamt überzeugt werden. "Dem Konzept müssen weitere Überlegungen folgen, da gilt es nicht nur Präferenzen zu folgen, sondern Gesetzte zu beachten", führt Heesch aus. Dazu gehört vor allem, ein Lärmschutzgutachten erstellen zu lassen. Denn in der Nähe zum geplanten Jugendtreff liegen Wohnhäuser, "da ist es zwingend erforderlich" rechtzeitig zu ermitteln, welche Geräuschkulisse von geplanten Elementen wie Outdoor-Sportgeräten, einen eventuellen Grillplatz, der hier integrierten Skate-Anlage plus Drumherum ausgehen. Dieses Verfahren mache die Neunutzung - bislang trieben die TUS-Mitglieder auf dem Ascheplatz Sport - notwendig. "Werden die Emissionsschutz-Auflagen nicht erfüllt, gibt es Probleme." Die Kosten für das zu erstellende Gutachten liegen im niedrigen fünfstelligen Bereich. Zu Jahresbeginn wollen die Kollegen aus dem Grünflächenamt zusammen mit dem Team aus dem Jugenddezernat nun alles maßstabsgerecht kartographieren, was bislang theoretisch geplant ist.

"Hier gilt das Prinzip ,Sorgfalt vor Eile'", sagt Heesch, schließlich solle der Jugendpark "kein kurzfristiger Effekt, sondern eine langfristige Angelegenheit" sein. Sein klares Bekenntnis: "Der Jugendpark soll entstehen." Den Standort Im Bend schätzt er als alternativlos ein: "Es ist in Grevenbroich der einzige Platz, an dem ein Jugendpark realisierbar ist." Optimal erscheint der Ort, weil er jenseits des Bebauungsplans liege, der Park dort ausbaufähig wäre und sowohl BMX-Anlage als auch Spielspinne in unmittelbarer Nähe liegen. Per Fahrrad ist er außerdem jenseits des öffentlichen Nachverkehrs gut erreichbar.

"Wir werden wohl noch eine Zeit lang brauchen", auch "Kompromissbereitschaft" werde wohl notwendig sein, als eventuelle schallschluckende Maßnahme wird bereits jetzt über die mögliche Anpflanzung von Sträuchern oder Bäumen nachgedacht. "Da gibt es verschiedene Möglichkeiten", weiß Heesch, "nur Festbauten dürfen es nicht sein".

Die konkrete Planung soll im kommenden Jugendhilfeausschuss vorgelegt werden. Der ist für Ende Februar 2018 geplant.

Quelle: NGZ
 
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