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Grevenbroich
Stadt nimmt 450.000 Euro von "Verkehrssündern" ein

Grevenbroich. Falschparker und Tempo-Sünder haben im zurückliegenden Jahr mehr als 450.000 Euro in die Stadtkasse gespült. Die meisten Verkehrsverstöße hat es laut Stadtverwaltung mit 12.195 Fällen im fließenden Verkehr gegeben. Die Fahrer wurden vom städtischen Radarwagen "geblitzt". Insgesamt konnte die Stadt durch Geschwindigkeitsverstöße rund 302.000 Euro einnehmen. "Der Radarwagen ist in unterschiedlichen Stadtteilen unterwegs und steht an Gefahrenstellen - zum Beispiel vor Kitas und Schulen", erklärt Stadt-Sprecherin Ines Hammelstein.

Knapp 8000 Fälle habe es 2015 im ruhenden Verkehr gegeben. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes haben das Jahr über Knöllchen zwischen zehn (abgelaufene Parkuhr, kein Parkschein, Parken in verkehrsberuhigter Zone) und 40 Euro (Falschparker auf einem Behindertenstellplatz) verteilt, insgesamt kamen dadurch rund 149.500 Euro zusammen. Unterm Strich wurden im vergangenen Jahr aber deutlich weniger Verwarn- und Bußgelder ausgesprochen als im Vorjahr 2014. Da bearbeitete das Ordnungsamt zusammengerechnet mehr als 27.000 Fälle im ruhenden und fließenden Verkehr, eingenommen hatte sie damals fast 600.000 Euro. "Über die möglichen Ursachen können wir nur spekulieren. Vielleicht verhalten sich die Autofahrer einfach disziplinierter", sagt Hammelstein.

Gestiegen ist im vergangenen Jahr aber die Zahl der Bußgeldverfahren für abgestellte und nicht mehr angemeldete Fahrzeuge - und das besonders stark. "Wir hatten 2015 insgesamt 144 solcher Fälle. Einige von ihnen zogen sogar Bußgeldverfahren bis zu 500 Euro nach sich", berichtet Ines Hammelstein. Die Fahrzeuge waren im öffentlichen Verkehrsraum einfach abgestellt und zurückgelassen worden. "Das Ordnungsamt wird in solchen Fällen zum Beispiel durch Hinweise von Anwohnern aktiv."

Interessant für Autofahrer: Die Stadt will am heutigen Dienstag in Kapellen, Hemmerden, Neukirchen, Hülchrath und Mühlrath Geschwindigkeiten messen.

(cka)
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