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Grevenbroich
Stadt plant Beitritt zum "Amazon für Verwaltungen"

Grevenbroich. Der Haupt-, Finanz- und Demografieausschuss wird am 18. Februar über den Beitritt Grevenbroichs zur Interkommunalen Einkaufsgenossenschaft des Städte- und Gemeindebundes NRW (KoPart) beschließen. Die Stadt verspricht sich davon Vorteile beim Kauf von Verbrauchsmaterial und Fahrzeugen.

André Siedenberg von KoPart skizzierte vor dem Stadtrat jetzt die Leistungen der Einkaufsgenossenschaft, die 2012 vor dem Hintergrund der angespannten Finanzlage vieler Kommunen gegründet worden war. Zurzeit nutzen landesweit 94 Städte und Gemeinden das "Amazon für Verwaltungen".

Zielsetzung ist es, durch gemeinsame Ausschreibungen und gebündelte Einkäufe zu sparen und günstigere Konditionen zu bekommen. "Zudem bedeutet eine KoPart-Mitgliedschaft auch Zeitersparnis für die Rathaus-Mitarbeiter, die mit der Beschaffung von Verbrauchsmaterial beauftragt sind", sagte André Siedenberg. Diese gewonnene Zeit könne dann für andere, möglicherweise wichtigere Aufgaben genutzt werden.

Von einem Beitritt zur Interkommunalen Einkaufsgenossenschaft verspricht sich die Stadt etwa Vorteile beim Kauf von Büromaterial, Reinigungsmitteln, aber auch für Schul- und Kindergarten-Bedarf. Zudem können Straßenschilder, Möbel für Flüchtlingsunterkünfte und Feuerwehrfahrzeuge über die KoPart geordert werden. Die Kostenersparnis soll mindestens zehn Prozent betragen.

Für die Aufnahme in der Genossenschaft muss die Stadt einen einmaligen Mitgliedsanteil von 750 Euro zahlen. Darüber hinaus fallen für die Einrichtung eines elektronischen Katalogsystems einmalige Kosten in Höhe von 1145 Euro an. Pro Quartal werden dann 8,41 Prozent des Umsatzes für die Katalogbereitstellung berechnet.

Einen Grundsatzbeschluss zum KoPart-Beitritt hat der Rat bereits gefasst, am 18. Februar soll ein formeller Beschluss folgen.

(wilp)
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