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Grevenbroich
Stadt plant Verkauf der Hülchrather Trauerhalle

Grevenbroich. Pläne für Dorfzentrum können nicht realisiert werden.

Die Stadt will das Grundstück mit der Trauerhalle am Hülchrather Friedhof als Bauland verkaufen. Morgen soll der Planungsausschuss dafür die Weichen stellen, der Bebauungsplan "Jahnstraße" muss für das etwa 470 Quadratmeter große Areal geändert werden. Vom Tisch sind damit die Pläne der Dorfgemeinschaft, die in der Halle ein kleines Dorfzentrum errichten wollte.

Der Verkauf ist Teil eines Maßnahmenpakets, das der Umweltausschuss beschlossen hat, um Friedhofskosten zu reduzieren. Viele Trauerhallen werden nur selten genutzt. Nun sollen die Gebäude in Neurath und Kapellen stillgelegt sowie das in Hülchrath verkauft werden. Rund 20.000 Euro spart die Stadt dadurch an Unterhaltungskosten im Jahr. Bei der Dorfgemeinschaft gab es Überlegungen, das Haus zu übernehmen und als Dorfzentrum zu nutzen, sie hatte bereits Gespräche mit der Stadt geführt. Ein kleiner Dorfladen war angedacht, da es kein Lebensmittelgeschäft im Ort gibt, aber auch ein Versammlungsraum und eine Dorf-Werkstatt. Zudem hätten dort Sprachkurse für die Flüchtlinge, die in der Turnhalle wohnen, angeboten werden können.

All dies ist dort nun passé, die Verwaltung hat die Gemeinschaft von dem Bauland-Plan informiert. "Es ist schade, aber ich kann verstehen, dass die Stadt Einnahmen erzielen will", sagt Albert Stromann, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft. "Einen Kauf hätten wir nicht stemmen können. Aber es wäre denkbar gewesen, die Halle für einen symbolischen Betrag zu übernehmen und zu pflegen."

Zumindest für die Sprachkurse gibt es eine Alternative. "Der Kirchenvorstand hat mitgeteilt, dass wir dafür das Erdgeschoss im Sebastianushaus nutzen dürfen", sagt Stromann erfreut. Anfang 2016 sollen die Kurse mit vier Ehrenamtlerinnen anlaufen.

(cso-)
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