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Grevenbroich
Stadt prüft Machbarkeit für Kombi-Platz

Grevenbroich: Stadt prüft Machbarkeit für Kombi-Platz
Nahe der Kreuzung zwischen Frimmersdorf und Neurath soll in den nächsten Jahren ein Sport- und ein Kirmesplatz für beide Orte entstehen. FOTO: L. Berns
Grevenbroich. Vereinsvertreter, Politiker und Bürgermeister haben sich am Runden Tisch getroffen. Thema: Ein gemeinsamer Sport- und Kirmesplatz für Frimmersdorf und Neurath. Die Stadt nimmt jetzt Gespräche mit der Bezirksregierung auf. Von Wiljo Piel

Bürgermeister Klaus Krützen hat sich jetzt mit Vertretern aus Frimmersdorf und Neurath am "Runden Tisch" getroffen. Hinter den verschlossenen Türen des Bernardussaals wurde über die Möglichkeit eines gemeinsamen Sport- und Kirmesplatzes für beide Orte diskutiert. "Es waren gute Gespräche", fasst Krützen zusammen. "Die Vereine sind an einer gemeinsamen Lösung interessiert." Die Stadtverwaltung will nun das Projekt vorantreiben. Einige Details aus der Zusammenkunft.

Wer hat teilgenommen? Neben Klaus Krützen die Vertreter der SG Frimmersdorf-Neurath, des SVG Grevenbroich, des Tischtennisclubs Frimmersdorf-Neurath, des Bürgervereins Frimmersdorf, des St. Sebastianus-Bürgerschützenvereins Neurath sowie Politiker aller Ratsfraktionen und Heinz Peter Korte als Vorsitzender des Stadtsportverbandes Grevenbroich.

Was wurde vorgestellt? Die Stadtverwaltung hat ein für das gemeinsame Projekt geeignetes Gelände präsentiert. Das Areal liegt - von Frimmersdorf aus gesehen - jenseits der Kreisstraße 39. Es ist teilweise im Besitz von Stadt, RWE und Privatleuten.

Kann diese Fläche ohne weiteres bebaut werden? Nein. Die in Frage kommenden Flächen liegen im Landschaftsschutzgebiet. Die Stadt wird daher Gespräche mit der Bezirksregierung Düsseldorf aufnehmen, um mit ihr eine landesplanerische Abstimmung für das Sport- und Schützenplatzprojekt vorzunehmen. Zudem gibt es zu beiden Seiten der Kreisstraße 39 noch sogenannte Abbaukanten mit Schutzstreifen aus der Zeit des Braunkohlentagebaus, "die nicht ohne weiteres bebaut werden können", sagt Krützen. Dieses Problem müsse ebenso gelöst werden, wie das einer Wassertransportleitung, die das Gelände unterirdisch quert.

Wie geht es weiter? Verlaufen die Gespräche mit der Bezirksregierung positiv, wird die Stadt eine Machbarkeitsstudie für das Projekt erstellen. Vorher will der Bürgermeister noch einmal alle Beteiligten an den runden Tisch holen, um den Stand der Dinge zu erläutern. Projektverantwortlicher ist Klaus Krützen selbst. "Ich werde den gesamten Prozess organisieren"

Wann soll das Vorhaben realisiert werden? Auf keinen Fall kurzfristig - also nicht in den nächsten zwei oder drei Jahren. Der Bürgermeister geht davon aus, "dass es 2020 und später werden könnte". Was soll das Projekt kosten? Völlig unklar, über Geld wird noch nicht geredet. Konkrete Zahlen liegen nicht vor, die Kosten werden erst im Rahmen der Machbarkeitsstudie ermittelt. "Danach muss die Politik entscheiden, ob sich die Stadt Grevenbroich dieses Vorhaben leisten kann und will", sagt Klaus Krützen. Sollte die Anlage realisiert werden, was wird dann aus den vorhandenen drei Sport- und den beiden Kirmesplätzen? "Das ist erst der dritte Schritt", sagt Klaus Krützen. Möglicherweise könnten die Flächen für den Hausbau verwertet werden. "Aber das ist noch Zukunftsmusik", meint der Bürgermeister. Soll es auf den Plätzen auch eine neue Versammlungsstätte geben, wie sie Bürger nach dem Abriss der Erfthalle forderten? Nein. Obwohl nur schwierig umzusetzen, sei dieses Thema aber nicht vom Tisch, sagt Krützen. Er hat den Vereinsvertretern vorgeschlagen, das Projekt "Versammlungsstätte" vom Sport- und Kirmesplatz abzukoppeln.

Quelle: NGZ
 
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