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Grevenbroich
Stadt sichert umstrittenen Schutzzaun mit Schlössern

Grevenbroich. UWG kritisierte Schäden an Anlage bei Frimmersdorf.

Seit Jahren beschäftigt ein Zaun Politiker und Verwaltung, er erregt die Gemüter von Bürgern. Jetzt bezog Bürgermeisterin Ursula Kwasny zu dem 1700 Meter langen Zaun entlang der Frimmersdorfer Höhe Stellung. Sie reagierte damit auf einen Antrag der UWG-Fraktion. Die hatte von einem "desolaten Zustand" gesprochen und defekte Schließmechanismen an Torschlössern moniert. Die Verwaltung solle den Zustand prüfen und Abhilfe schaffen

Der Zaun war vor einigen Jahren entlang eines Grabens errichtet worden, um zu verhindern, dass Passanten, insbesondere Kinder, ins Wasser fallen. Später beklagten Jäger, dass mehrere Rehe ertrunken seien, weil sie an der Böschung vor dem neuen Zaun den Halt verloren hätten. Auch die UWG forderte im Antrag Lösungsvorschläge, um Gefahren für Tiere auszuschließen.

14 Monate nach diesem Antrag meldete die Stadt, die für die Verkehrssicherung zuständig ist, jetzt Vollzug für die Schlösser-Reparatur: An den Toren seien Ketten mit Vorhängeschlössern angebracht worden, "der Zaun wird regelmäßig auf Mängel kontrolliert". Es könne dort zu Schäden durch Vandalismus und landwirtschaftliche Fahrzeuge kommen. "Darüber hinaus gehende Sicherungsmaßnahmen werden nicht für erforderlich gehalten", sagte Kwasny. Zum Schutz vor Gefahren - etwa durch Kanalrohre im Graben - sei der Erftverband zuständig. Zum Tierschutz nahm die Stadt keine Stellung.

Laut Willibert Müller, Ratsherr der Aktiven Bürger (ABG), ist der Zaun an einer Stelle bereits wieder eingedrückt. Zudem sei er "vielen ein Dorn im Auge". Sein Vorschlag: "Besser wäre es, ihn abzubauen und den Graben so umzugestalten, dass das Wasser langsamer fließt und nicht so hoch steht", um so mögliche Gefahren zu beseitigen.

(cso-)
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