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Grevenbroich
Stadt soll Kita-Öffnung in den Abendstunden überprüfen

Grevenbroich. Berufstätige Eltern werden kaum entlastet, wenn die Öffnungszeiten einer Kindertagesstätte nicht mit ihren Arbeitszeiten zusammenpassen. Die Bundesregierung hat daher das Programm "Kita plus" gestartet und fördert Einrichtungen mit flexiblen Betreuungszeiten. Insgesamt werden dafür 100 Millionen Euro bereitgestellt.

Die FDP-Fraktion hat die Stadtverwaltung jetzt aufgefordert, den Bedarf an flexiblen Öffnungszeiten in Grevenbroich zu ermitteln, um sich gegebenenfalls an dem Bundes-Programm zu beteiligen.

Eine Stadt, die sich verstärkt um neue Bürger bemühen muss, sollte jede Chance eines familienfreundlichen Angebots nutzen, meint Fraktionschef Markus Schumacher: "Dazu gehört auch eine qualifizierte Kinderbetreuung in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden." Die Verwaltung soll zunächst herausfinden, in welchen Stadtteilen eine flexiblere Betreuungszeit in den Kitas gewünscht wird. Ist der Bedarf vorhanden, müsse anschließend geprüft werden, ob Grevenbroich an dem neuen Förderprogramm teilnehmen kann. "Nach Auskunft des Ministeriums ist eine Interessensbekundung von Seiten der Kommunen aktuell noch möglich", so Schumacher.

Im Rahmen von "Kita plus" können Tagesstätten oder Tagesmütter die Regelbetreuung etwa auf Randzeiten bis 18 Uhr oder länger ausweiten. Das Programm sieht vor, dass Kitas Fördermittel von bis zu 200.000 Euro im Jahr erhalten können, wenn sie eine Betreuung frühmorgens, abends, nachts oder an Wochenenden und in den Ferienzeiten anbieten. Neben Personal sollen damit auch Sachinvestitionen gefördert werden, zum Beispiel Schlafräume für die Kinder.

(wilp)
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