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Grevenbroich
Stadt: Spontanbetreuung in Kitas derzeit nicht machbar

Grevenbroich. Die angespannte Personalsituation in den Grevenbroicher Kitas sorgt weiter für Diskussionen. Dies wurde in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses deutlich. Dort wurde über einen Antrag der SPD diskutiert, die angeregt hatte, den Kita-Navigator um den Punkt Spontanbetreuung zu ergänzen. Die Sozialdemokraten verwiesen dabei auf eine Elternbefragung, die gezeigt habe, dass es Bedarf an Spontanbetreuung gebe.

Die Verwaltungsvorlage zu diesem Antrag empfahl jedoch, den Kita-Navigator nicht um die Spontanbetreuung zu ergänzen, obschon dies technisch ohne Mehrkosten möglich wäre. Als Grund wird unter anderem angeführt, dass flexible Betreuungsangebote in städtischen Kitas nur mit zusätzlichem Personal möglich seien, dies aber angesichts des Sanierungsplanes nicht möglich sei. Außerdem seien 14 Stellen unbesetzt, was schon jetzt zu einem "erhöhten Krankenstand infolge der massiven Mehrbelastung" führe. Die Verwaltung schließe daher Angebote zur Spontanbetreuung aus. Man wolle zudem zunächst das Pilotprojekt im städtischen Familienzentrum Hartmannweg, bei dem Kinder über die übliche Kita-Öffnungszeit hinaus betreut werden, abwarten. Angebote zur flexiblen Betreuung seien zwar wünschenswert, stellten aber freiwillige Leistungen dar und seien derzeit nicht realisierbar. Diese Linie vertraten die Verwaltungsvertreter auch in der Sitzung. Würde der Wunsch nach Spontanbetreuung abgefragt, so der Tenor, dann würden Eltern diese Angebote auch einfordern. Gunter Schillings (SPD) sagte dazu: "Wir ermitteln den Bedarf nicht, weil wir ihn nicht decken können - das ist der falsche Weg." Zu einer Lösung fand der Ausschuss am Ende nicht, die Mitglieder votierten mehrheitlich, das Thema in die nächste Sitzung zu vertagen.

Bis dahin könnte sich die Personalsituation in den Kitas etwas entspannt haben. Wie Stadt-Pressesprecherin Ines Hammelstein auf Nachfrage mitteilt, finden am Montag und Dienstag Bewerbungsgespräche mit Fachkräften statt. Nach der Werbeinitiative seien mehr Bewerbungen eingegangen, als Stellen zu vergeben sind. Die Fachkräfte sollen schnellstmöglich eingestellt werden. Voraussichtlich schon am 1. Dezember nehmen zwei Ergänzungskräfte ihre Arbeit auf.

(arr)
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