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Grevenbroich
Stadt sucht seit Monaten vergebens neuen Quartiersmanager

Grevenbroich. Er soll Ansprechpartner für Innenstadt, Bahnhofsquartier und Montzviertel sein, Netzwerke und Nachbarschaften aufbauen, Projekte unterstützen, Bewohner aktivieren und vieles mehr: Im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) sollte eigentlich schon Anfang Juli ein Quartiersmanager seine Arbeit aufnehmen. Doch die bis 2020 befristete Stelle ist nach wie vor vakant.

Die Stadt hat Probleme, das Quartiersmanagement zu besetzten - trotz einer europaweiten Ausschreibung.

"Bei der bei ISEK vorgesehenen Ausschreibung handelt es sich um ein zweistufiges Verfahren, am Anfang stand ein Teilnehmerwettbewerb für Unternehmen und Organisationen, die einen Mitarbeiterfürs Quartiersmanagement zur Verfügen stellen können", erläutert Stadtsprecherin Ines Hammelstein. Doch an diesem Wettbewerb habe habe lediglich ein Bewerber teilgenommen, und "es hat sich herherausgestellt, dass nicht alle Anforderung erfüllt waren", sagt Hammelstein.

Das Verfahren sei daraufhin eingestellt, die Ausschreibung aufgehoben worden. Nun sucht die Stadt auf anderem Weg eine Lösung"Wir haben karitative Einrichtungen gefragt,ob sie Personal zur Verfügung stellen können, aber wir haben festgestellt, dass der Arbeitsmarkt in diesem Bereich leer gefegt ist", erklärt die Stadtsprecherin. Das Anforderungsprofil sehe unter anderem vor, dass der Quartiersmanager Sozialarbeiter ist oder ein Studium der Sozialpädagogik absolviert haben sollte sowie Türkisch-Kenntnisse vorweisen kann.

"Wenn wir weiterhin nicht fündig werden, prüfen wir, ob wir das Anforderungsprofil ändern", sagt Hammelstein. Nach Ansicht der Grünen soll der Quartiersmanager auch die sozialen Probleme im Bahnhofsquartier anpacken. Allerdings betont Ines Hammelstein: "Der Quartiersmanager soll kein Streetworker sein."

(cso-)
 
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