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Grevenbroich
Stadt: Unkraut-Ex mit Heißwasser ist alternativlos

Grevenbroich. Der Hauptausschuss hat jetzt Geld für den Kauf einer Unkrautvernichtungsmaschine genehmigt. Dass die nahezu doppelt so teuer ist wie ursprünglich geplant, hat für Diskussionen im Internet gesorgt.

Die Stadt verschwende mit dem Kauf des Fahrzeugs aber kein Geld, sagt der Erste Beigeordnete Michael Heesch. Die von den Wirtschaftsbetrieben getestete Maschine, die Unkraut mit heißem Wasser beseitigt, schlug zwar mit rund 120.000 Euro zu Buche, war aber bereits vier Jahre alt. "Das gebrauchte Gerät musste während der zweimonatigen Testphase repariert werden, da ist es sinnvoll, über eine Neuanschaffung nachzudenken." Die kostet zwar ebenfalls 120.000 Euro, hat aber keine Sensortechnik an Bord.

"Die Sensoren sind aber von Vorteil. Das heiße Wasser wird nicht großflächig verspritzt, sondern nur dort, wo wirklich Unkraut ist", sagt Heesch. Für die zu bearbeiteten Flächen - immerhin 610.000 Quadratmeter auf Friedhöfen, Sportplätzen, Rad- und Gehwegen - sei die Sensortechnik effektiver, "schon allein, weil weniger Tankvorgänge erforderlich sind", so Heesch. Mit der entsprechenden Ausrüstung kostet das Heißwassergerät jedoch 220.000 Euro. Im Haupt-, Finanz- und Demografieausschuss waren 240.000 Euro genannt worden.

Die Stadt will den Auftrag für den Unkrautvernichter so schnell wie möglich vergeben, damit das Gerät bereits im kommenden Frühjahr gestartet werden kann. "Wegen des Glyphosatverbots ist diese Maschine die einzig wirklich funktionierende Methode", sagt Heesch. Die Alternative: "Wir könnten auch 100 Mann fürs Schuffeln einstellen. Aber das würde die Personalkosten weiter nach oben treiben."

(wilp)
 
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