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Grevenbroich
Stadt will einheitliches Bild für die City

Grevenbroich: Stadt will einheitliches Bild für die City
Mit einem neuen Gestaltungs-Leitfaden und einer Werbeanlagen-Satzung will die Stadt für ein einheitliches Bild in der City sorgen. Das Konzept soll von Fachleuten erarbeitet werden. FOTO: Lothar Berns
Grevenbroich. Experten sollen neue Gestaltungsrichtlinien für die Außenbereiche von Geschäften und Gastronomiebetrieben im Grevenbroicher Zentrum entwickeln. Für die Untersuchung will der Bürgermeister rund 20.000 Euro ausgeben. Von Wiljo Piel

Direkt am Eingang zum Stadtzentrum - an der Ampelkreuzung Ostwall/Bahnstraße - wird großflächig für Döner und andere Spezialitäten geworben. Im Rathaus ist man der Meinung: Schön sieht anders aus. Ob solche Plakate künftig noch im Grevenbroicher Innenstadtbild zu finden sein werden, ist fraglich. Bürgermeister Klaus Krützen hat sich vorgenommen, mehr Ordnung in die City zu bringen. Zumindest optisch.

Der Verwaltungschef möchte Experten damit beauftragen, einen neuen Gestaltungs-Leitfaden und eine Werbeanlagen-Satzung zu erarbeiten. Damit sollen nicht nur Richtlinien für das Aufstellen oder Aufhängen von Reklametafeln, sondern auch für die Gestaltung von Fassaden, Markisen, Vordächern und Außengastronomie vorgegeben werden. Mit diesen Instrumenten will Krützen "die Attraktivität der Innenstadt für Bürger und Besucher stärken". Die Aufenthaltsqualität soll verbessert werden.

Um Fachleute zu beauftragen, wurden bereits 20.000 Euro in die Ergänzungsliste für den Haushalt 2016 aufgenommen. "Wir müssen uns externer Hilfe bedienen, weil die Stadtverwaltung diese aufwendige Aufgabe nicht während des laufenden Geschäfts erledigen kann", argumentiert Ralf Müller, Leiter des Bürgermeisterbüros. Unter anderem müssten Quartiere festgelegt, Bestandsaufnahmen getätigt, Rechtsprechungen berücksichtigt und Konzepte entwickelt werden, auch solle untersucht werden, welche Anlagen Bestandsschutz genießen - "eine Sisyphosarbeit", sagt Müller.

Mit dem neuen Regelwerk soll zum einen die Flut von Werbeanlagen - wie Schilder, Beschriftungen und Leuchtreklamen - eingedämmt werden. Andererseits soll festgelegt werden, wie weit Außenverkaufsstände in den Gehwegbereich hineinragen dürfen, gleiches gilt für Markisen. Und: "Es wird auch Richtlinien für Raucherkabinen oder wintergartenähnliche Konstruktionen in der Fußgängerzone geben müssen", betont Ralf Müller. Gerade in diesem Bereich habe es in der Vergangenheit mehrfach "Konflikte zwischen Handel und Stadtverwaltung" gegeben.

Auch die Gestaltung der Außengastronomie in der City soll von den externen Beratern unter die Lupe genommen werden. Der Gladbacher Stadtteil Rheydt etwa plant in seinen Gestaltungsrichtlinien, billige Plastikstühle und Bierbänke aus dem Stadtbild verschwinden zu lassen - das neue Mobiliar soll in Material und Farbe auf den jeweiligen Betrieb abgestimmt werden. Auch Sonnenschirme sollen eine bestimmte Größe nicht überschreiten dürfen. Ob es solche Vorgaben auch in Grevenbroich geben wird, lässt Rathaussprecherin Ines Hammelstein offen: "Wir warten ab, was uns die Fachleute vorschlagen."

Der Gestaltungsleitfaden und die Werbeanlagen-Satzung sind Bestandteil der so genannten "begleitenden Maßnahmen" zum Innenstadtkonzept, das in den nächsten Jahren zwischen dem Grevenbroicher Bahnhof und der Fußgängerzone umgesetzt werden soll. Anders als andere Maßnahmen wird dieses Projekt allerdings nicht finanziell vom Land unterstützt.

Quelle: NGZ
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