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Grevenbroich
Stadt will Fassadensanierung fördern

Grevenbroich. Planungsausschuss befasst sich am Mittwoch mit den Vergaberichtlinien. Von Carsten Sommerfeld

Die Stadt legt für den Bereich der Grevenbroicher Innenstadt ein "Hof- und Fassadenprogramm" auf, starten soll es im kommenden Jahr. Am nächsten Mittwoch, 21. Oktober, wird sich der Planungsausschuss mit dem Entwurf für die Vergaberichtlinien befassen.

Mit dem Programm sollen - im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) - Eigentümer bei der Aufwertung ihrer Fassaden und Innenhöfe finanziell und beratend unterstützt werden. Ziel ist es, das "Erscheinungsbild des Stadtteils positiv" zu beeinflussen. Die Hausfassaden seien "das Gesicht der Stadt", erklärt Dezernent Claus Ropertz. Insbesondere im Bahnhofsviertel hatte die Stadt "Fassadenschäden, vernachlässigte Bausubstanz und Gestaltungsmängel festgestellt, die dem Image des Viertels abträglich sind", doch auch in anderen Bereichen der Grevenbroicher Innenstadt seien Defizite ausgemacht worden.

Gefördert werden können nach dem Richtlinien-Entwurf unter anderem die Renovierung und Restaurierung von Fassaden und Dächern, aber auch der Rückbau von Fassadenverkleidungen und die Wiederherstellung ursprünglicher Fenstergliederungen sowie Entrümpelungsarbeiten. Zum Förderprogramm gehören darüber hinaus die Gestaltung von Innenhöfen, die Begrünung von Dachflächen oder die Anlage von Spielflächen.

Auch Beratungskosten können aus Programmmitteln unterstützt werden. Gefördert werden sollen vorrangig Maßnahmen an Mehrfamilienhäusern oder Gebäuden mit Gewerbeflächen im Erdgeschoss.

Zuwendungsfähig sind 50 Prozent der anerkannten Ausgaben, höchstens aber 60 Euro je Quadratmeter umgestalteter Fläche. Im Planungsausschuss wird auch der siebenseitige Förderantrag für das Programm vorliegen.

Allerdings dürften mit diesem Programm keine allzu großen Sprünge bei der City-Umgestaltung möglich sein. Für die Umsetzung stehen - auf drei Jahre verteilt - Fördermittel in Höhe von 150.000 Euro zur Verfügung. 60 Prozent davon tragen der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen.

Quelle: NGZ
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