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Grevenbroich
Stadt will ihre Fundsachen bald im Internet versteigern

Grevenbroich. Nicht abgeholte Fundsachen möchte die Stadt künftig online versteigern. Die Verwaltung will hierbei mit der Firma "GMS - Bentheimer Software" zusammenarbeiten. Sie bietet ein "Rundum-Paket" an, das im näheren Umkreis Grevenbroichs auch von den Städten Dormagen und Kaarst genutzt wird.

In den vergangenen Jahren hat die Verwaltung mehrfach Fundsachen versteigert, die nach dem Ablauf einer Frist von sechs Monaten nicht abgeholt wurden. Zuletzt wurde 2008 eine Auktion veranstaltet, bei der ein Erlös von 276,62 Euro erzielt werden konnte. Gefundene Fahrräder kamen dabei nicht unter den Hammer, denn die werden seit 2004 von der Caritas eingesammelt, aufbewahrt und verwertet. Laut Bürgermeister Klaus Krützen werden auf diese Weise Personalaufwand und Raum-Ressourcen eingespart.

Auf Anregung der FDP-Fraktion plant die Stadtverwaltung, ihre Fundsachen auf Online-Plattformen zu versteigern. Sie plant eine Zusammenarbeit mit der Firma "GMS", die die Fundsachen fotografiert, bewertet und ins Netz stellt. Außerdem übernimmt sie die Vorbereitung, Durchführung und Abwicklung der Online-Versteigerung.

"Die Firma arbeitet auf Provisions- beziehungsweise auf Erfolgsbasis", so Krützen. Wie hoch die Provision ausfällt, hängt von den gewünschten Leistungen ab. Das "Rundum-Paket" wird mit einem 52-prozentigen Anteil vom Erlös angeboten. Darauf möchte die Verwaltung zurückgreifen. Die Stadt Dormagen konnte bei ihrer jüngsten Online-Aktion einen Erlös von rund 1500 Euro verbuchen, allerdings inklusive Fundfahrräder.

Die Stadt Kaarst bietet seit November 2014 eine Online-Versteigerung an. "Dabei geht alles weg", sagt Ursula Isenburg, Sachbearbeiterin im Fundbüro. Wer etwa ein Kickboard, einen Computerbildschirm oder eine Handtasche ersteigert hat, kann sich seine Ware bei ihr abholen. Der Kundenkreis ist groß, manche kommen sogar von der Nordsee, um sich ihr Schnäppchen im Rhein-Kreis abzuholen.

(wilp)
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