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Grevenbroich
Stadt will Museums-Sammlung auf Dauer verleihen

Grevenbroich. Die Stadt will ihre Völkerkunde-Sammlung auch weiterhin als Dauerleihgabe der Universität Bonn überlassen. Dem Rat werden am Donnerstag zwei entsprechende Verträge vorgelegt - für die altamerikanischen und für die altägyptischen Exponate. Anders als bisher ist nun ein unbefristeter Verleih vorgesehen.

Lange bevor aus der Villa Erckens ein "Museum der niederrheinischen Seele" wurde, hat die Stadtverwaltung die Sammlung des ehemaligen Museumsleiters Bodo Schwalm der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn überlassen - und zwar leihweise, zunächst für die Dauer von zehn Jahren. Die damals abgeschlossenen Verträge sind jetzt ausgelaufen und müssen erneuert werden.

"Wir sind mit der Zusammenarbeit äußert zufrieden und wollen sie daher fortsetzen", sagt Kulturdezernent Michael Heesch. Er wird dem Rat am Donnerstag vorschlagen, mit der Universität unbefristete Verträge abzuschließen. "Sie wird den Bonnern damit bis auf Widerruf zur Verfügung stehen."

Die Stadt sei zur fristlosen Kündigung der Verträge berechtigt, wenn ein wichtiger Grund vorliege. "Etwa dann, wenn die Uni ihre Pflichten gröblich verletzt oder die sachgemäße Pflege und Erhaltung der entliehenen Gegenstände nicht gewährleistet", zitiert Heesch aus dem Vertragswerk. Er gehe davon aus, dass der Rat der Empfehlung der Verwaltung folgen werde.

Zu den spektakulärsten Stücken der Grevenbroicher Sammlung zählt eine zwischen 478 bis 1010 Jahre alte Inka-Mumie, die vermutlich von der Südküste Perus stammt. Die Bonner Uni hat sie bereits mehrfach für große Ausstellungen verliehen, unter anderem war sie Inszenierungen in Kassel, Mannheim und Bozen zu sehen.

(wilp)
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