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Grevenbroich
Stadtfest zieht am Sonntag die Massen an

Cityherbst 2017 in Grevenbroich
Cityherbst 2017 in Grevenbroich FOTO: Gundhild Tillmanns
Grevenbroich. Wegen des Regens fiel der Cityherbst-Samstag ins Wasser, gestern hingegen strömten Tausende in die Innenstadt. Davon konnten vor allem die Einzelhändler profitieren. Das Fest nutzten auch viele Vereine, um neue Mitglieder anzuwerben. Von Christian Kandzorra und Gundhild Tillmanns

Samstag wegen des Dauerregens ein Flop, so nahm der Cityherbst am Sonntagmittag in der Grevenbroicher Innenstadt gleich umso mehr an Fahrt auf. Hatten am Samstag nur wenige Buden und Stände überhaupt geöffnet, so gab es am Sonntag schon kurz nachdem die Geschäfte um 13 Uhr öffneten, dichtes Gedränge in der Fußgängerzone. Ein "Träumchen" von mild-sonnigem Herbstwetter lockte zum Bummeln, zum längeren Verweilen in den Straßencafés, allerdings eher rund um den Markt und an der Breite Straße. Die obere Kölner Straße wirkte zum Ostwall hin etwas abgebunden von den Aktivitäten.

Gedränge herrschte indes im Montanushof bei der Tiershow mit Reptilien und Papageien. Das Krokodil und seine "kleinen Brüder", Wüstenagamen, wurden vom "Dompteur" auch schon mal ins Publikum gereicht: "Die beißen nur manchmal", versicherte er den mehr oder weniger mutigen Zuschauern.

Mut war auch am Stand der GWG gefragt: Dort hatten Besucher die Möglichkeit, auf Segways einen Parcours zu durchfahren und anschließend zu einer Stadtrundfahrt zu starten. Thomas Machura zählte zu denjenigen, die sich zum ersten Mal auf einen Segway stellten. "Es kostet schon Überwindung, sich nach vorne zu lehnen, damit es losgeht. Aber es macht richtig Spaß", sagte der Grevenbroicher. Die GWG hatte einen Segway-Dienstleister aus Köln engagiert, der jetzt kostenfreie Touren anbot.

Vom dichten Gedränge in der Fußgängerzone profitierten vor allem die Einzelhändler, die gestern fünf Stunden lang stattliche Umsätze gemacht haben dürften. Werbering-Chef Heiner Schnorrenberg sagte gestern Nachmittag: "Heute haben wir das Wetter, das wir uns schon für Samstag gewünscht hätten." Viele Händler lockten Kunden mit Sonderangeboten und Rabatt-Aktionen, wiesen zudem auf die neue Herbstkollektionen hin. Dabei spielten die herbstlichen Temperaturen vor allem den Kleiderhändlern in die Hände. Die Organisatoren konnten auch einige Leerstände in der City geschickt durch davor platzierte Verkaufsstände kaschieren.

Was das Programm beim Cityherbst anbelangt, habe der Werbering am Samstagmorgen vieles wegen des miesen Wetters absagen müssen. "Es hätte keinen Sinn gemacht, im strömenden Regen eine Samba-Gruppe auftreten zu lassen", sagte Schnorrenberg. Am Sonntag kam hingegen vor allem die Livemusik gut bei den Besuchern an. Auffällig viele Hilfsorganisationen wie THW, Feuerwehr und DLRG und Vereine aus dem Stadtgebiet nutzten den Cityherbst, um auf sich aufmerksam zu machen, darunter etwa die Baseball-Abteilung des TV Jahn Kapellen. Doch nicht nur gebetene Gäste waren unter den vielen Tausenden, die am Sonntag die Innenstadt bevölkerten.

Der Cityherbst hatte auch die Bettler angelockt. Und um Ladendieben zu begegnen, hatten einige Einzelhändler eigens Securitykräfte im Geschäft und vor den Türen postiert. Sichtbar präsent war auch das städtische Ordnungsamt auf dem Festgelände.

Quelle: NGZ
 
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