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Grevenbroich
Stadtrat vertagt Erweiterung der Fußgängerzone

Grevenbroich: Stadtrat vertagt Erweiterung der Fußgängerzone
Der Steinweg und die abzweigende Oelgasse: bald Fußgängerzone? FOTO: ati
Grevenbroich. Die Grevenboicher Fußgängerzone wird so schnell nicht erweitert. Der Stadtrat vertagte die Entscheidung, die Oelgasse und den Steinweg in die Zone einzubeziehen, obwohl der Bauausschuss dies mit Mehrheit empfohlen hatte. Nun wird sich der Planungsausschuss mit dem Thema befassen. Beantragt hatte die Einbeziehung der beiden kleinen Straßen die SPD, sie verspricht sich davon mehr Attraktivität für die Innenstadt.

Auslöser für die Vertagung jetzt im Rat war die CDU-Fraktion, die im Fachausschuss selbst für die Erweiterung gestimmt hatte. "Doch im Nachhinein haben wir erhebliche Bedenken", erklärte Fraktionsvorsitzender Wolfgang Kaiser. Die CDU sieht die geplante Einbeziehung der Oelgasse, die vom Steinweg zur Karl-Oberbach-Straße führt, kritisch. "Die Straße ist aus unserer Sicht nicht als Teil einer Fußgängerzone geeignet. Auf der einen Straßenseite befinden sich fast nur die Rückseiten von Geschäften an der Breitestraße. Und auf der anderen Seite befinden sich kaum Geschäfte", dafür seien dort an der Oelgasse erst vor kurzem Wohnhäuser ohne Ladenlokale errichtet worden. Mit ihren Bedenken steht die CDU nicht allein. "Wir haben bereits im Bauausschuss nicht für die Erweiterung gestimmt", betonte UWG-Fraktionsvorsitzender Carl Windler. Er wies auf Bedenken des Betreibers des Sanitätshauses an der Straße hin. "Dessen Kundenkreis ist zum Teil auf die Anfahrt mit dem Auto zum Geschäft angewiesen", sagte Windler.

Zwar hätte die CDU-Fraktion der Erweiterung der Zone um den Steinweg zugestimmt, doch Daniel Rinkert (SPD) sah es als keine gute Lösung an, über die beiden Straßen getrennt abzustimmen. "Wir sollten die anstehenden Fragen zunächst im Fachausschuss klären."

(cso-)
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