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Grevenbroich
Stadtrat verzichtet auf eine Tombola für Wahlhelfer

Grevenbroich. Eine Tombola für Wahlhelfer? Mit diesem Gedanken konnten sich weder der Bürgermeister noch die Mehrheit des Rates anfreunden. Ein entsprechender Antrag der FDP wurde abgelehnt.

Grevenbroich sollte die Arbeit der ehrenamtlichen Wahlhelfer stärker würdigen, fordert Markus Schumacher, Fraktionschef der Freidemokraten. Nach seiner Meinung könnte eine Tombola zudem für viele Bürger ein Anreiz sein, sich als Wahlhelfer zur Verfügung zu stellen. Die FDP hatte einen Antrag auf den Weg gebracht, in dem sie anregte, künftig ein solches Gewinnspiel zu organisieren. Finanziert werden sollte es durch Spenden heimischer Unternehmen oder durch eine Crowdfunding-Kampagne.

Die Stadt Mülheim hatte zur Landtagswahl im Mai eine solche Tombola veranstaltet. Doch: Damit konnten "nur sehr wenige Bürger als Wahlhelfer gewonnen werden", teilte Bürgermeister Klaus Krützen nach Rücksprache mit seinen Kollegen an der Ruhr mit. Er sei der Meinung, dass auf eine Tombola verzichtet werden sollte - nicht nur wegen des mäßigen Erfolges und der Kosten von rund 10.000 Euro, die damit in Mülheim verbunden waren. "Das Ausüben demokratischer Rechte sollte nicht durch externe Anreize befördert werden", betonte Krützen: "Denn diese sind geeignet, die Unabhängigkeit der Wahldurchführung in Frage zu stellen."

Markus Schumacher zeigte sich enttäuscht vom Ratsbeschluss: "Grevenbroich strengt sich nicht an, um die Arbeit der Wahlhelfer zu würden", sagte er nach der Sitzung: "Das wird alles als Selbstverständlichkeit hingenommen."

Zur Landtagswahl 2017 waren 234 Rathaus-Mitarbeiter und 229 Ehrenamtler als Wahlhelfer im Einsatz.

(wilp)
 
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