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Grevenbroich
Stellwerk-Initiative startet Filmclub im Bahnhofsviertel

Grevenbroich. Kleines Kino darf nur unter Auflagen betrieben werden.

Die Stellwerk-Initiative engagiert sich für das Grevenbroicher Bahnhofsviertel. Um das Miteinander im Quartier zu fördern, organisieren die Mitglieder um Fred Leven etwa Konzerte oder Straßenfeste. Die neueste Aktion - ein Filmclub mit Wohnzimmer-Atmosphäre - ist allerdings nicht so einfach umzusetzen, wie es der Verein gedacht hat.

Schon am 8. April sollte mit dem Film "Muriels Hochzeit" der Startschuss für das kleine Kino erfolgen. "Nachdem die Verleihfirma den Film anbot, ihn aber nicht liefern konnte, wurde die Premiere auf den 29. April verschoben", schildert Fred Leven. Doch vor der ersten Aufführung tat sich eine weitere Hürde auf. Der Verband der Filmverleiher, der darauf achtet, dass den Kinos keine private Vorführ-Konkurrenz entsteht, meldete sich bei den Stellwerkern. Er machte die Initiative darauf aufmerksam, dass sie zwar Filme ausleihen kann, diese aber nicht öffentlich bewerben darf. "Wir können höchstens einen Aushang in der eigenen Küche machen", fasst Fred Leven zusammen.

Trotz aller Hindernisse will die Stellwerk-Initiative am Projekt "Filmclub" festhalten. Mit einer Einschränkung: In Zukunft darf nicht mit Bildern oder Motiven für den Film geworben werden. "Es bleiben nur kunstvolle Umschreibungen und Wortschöpfungen", berichtet Fred Leven.

So wird am 29. April ein Film von 2012 gezeigt, der schildert, wie dramatisch der gemeinsame Schiffbruch eines Mannes und einer ausgewachsenen Raubkatze verlaufen kann - und wie zwei natürliche Feinde durch eine unnatürliche Situation ein Zweckbündnis eingehen. Die Story hat mehrere Oscars und den Golden Globe gewonnen.

Die Aufführung ist am Freitag, 20 Uhr, im Haus an der Bahnstraße 71. Interessierte sind willkommen.

(wilp)
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