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Grevenbroich
Straßenlaternen der Stadt sollen zügig auf LED umgestellt werden

Grevenbroich. Die Grünen wollen bei der Umstellung auf sparsamere LED-Leuchten Druck machen, um den Klimaschutz zu fördern und Kosten zu sparen. Der Haupt- und Finanzausschuss solle die Einstellung von jährlich 100.000 Euro in den Haushalt "bis zur vollständigen Umstellung der städtischen Straßenbeleuchtung auf LED" beschließen, beantragt Grünen-Fraktionschef Dirk Gawlinski. Der Stadt gehören allerdings nur 2200 Straßenleuchten im nördlichen Stadtgebiet, der größere Teil ist im Eigentum des Versorgers GWG. Von Carsten Sommerfeld

Bei dem Antrag handelt es sich nicht um den ersten Vorstoß zur LED-Umstellung. Im Sommer hatte es mächtig Ärger in der Bürgerschaft gegeben. Die Stadtverwaltung hatte vorgeschlagen, insbesondere in Kapellen und Hemmerden für 590.000 Euro rund 420 neue LED-Leuchten zu installieren. Beim überwiegenden Teil der Lampen sollte auch der Mast ausgewechselt werden. Der Eigenanteil für die Stadt in Höhe von 37.000 Euro würde sich wegen der um 70 Prozent geringeren Energiekosten nach nur zwei Jahren amortisieren. Den Großteil der Zeche - rund 80 Prozent der Kosten - sollten jedoch die Anlieger zahlen. Die geplanten Anliegerbeiträge führten zu Protesten. Anwohner der Rilkestraße errechneten, dass die etwa 20 Haushalte an der Straße zusammen etwa 22.000 Euro zahlen müssten. Bürger machten mobil, sammelten Unterschriften. Auch Politiker im Bauausschuss hatten Bedenken - und vertagten das Thema.

Die Grünen schlagen dagegen einen Weg vor, der Anlieger nicht belasten soll. Als Vorbild nennen sie Kaarst. Die Stadt habe sich entschieden, "lediglich die Leuchtkörper auszutauschen und auf eine Erneuerung der Laternenpfähle zu verzichten." Eine Kostenbeteiligung der Anwohner nach dem Kommunalabgabengesetz "konnte so vermieden werden. Die Maßnahmen wurden mit hoher Akzeptanz in der Bürgerschaft umgesetzt", erläutert Gawlinski. Bereits im Sommer hatte Grünen-Ratsherr Dieter Dorok appelliert, auf den Masten-Tausch zu verzichten: Die Stadt führte dagegen technische Gründe für den kompletten Austausch ins Feld.

Bislang sind rund zehn Prozent der Stadt-Laternen mit LED ausgerüstet. Auch GWG stellt Schritt für Schritt seine Laternen um.

Quelle: NGZ
 
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