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Grevenbroich
Strategien gegen Laden-Leerstände

Grevenbroich: Strategien gegen Laden-Leerstände
City-Manager Wolfgang Haensch von der Kölner Firma Cima. FOTO: ati / Fotomontage: ki-
Grevenbroich. In einem Forum zur Innenstadt wurden Ideen für die Zukunft der Einkaufsmeile geschmiedet. Vor allem dem Markt soll eine größere Bedeutung zukommen. Er soll zu einem großen Treffpunkt werden. Von Wiljo Piel

Die Fußgängerzone muss attraktiver und lebendiger gestaltet werden. Nicht nur um neue Kunden in die City zu locken, sondern auch Geschäftsleute, die sich in den leer stehenden Läden ansiedeln sollen. Das war der Tenor des Forums zur Innenstadt, an dem jetzt rund 50 Händler, Immobilienbesitzer und interessierte Bürger teilnahmen. In insgesamt drei Arbeitskreisen wurden Ideen für den Markt, die Breite Straße und die Kölner Straße geschmiedet.

Vor allem dem Markt soll künftig eine größere Bedeutung zukommen. "Auf diesem großen zentralen Platz muss eindeutig mehr passieren, er muss belebt werden", fasst City-Manager Wolfgang Haensch die Meinung des Forums zusammen. Regelmäßige Veranstaltungen - Konzerte, Kunst-Aktionen oder Public-Viewings zu Fußball-Ereignissen - würden dort ebenso hingehören wie zusätzliche Außengastronomie-Angebote, etwa in Zusammenarbeit mit dem Jugend- und Kulturcafé Kultus. Zudem soll nach neuen Händlern und Event-Ideen gesucht werden, um den Wochenmarkt größer und attraktiver zu gestalten.

Mit dem Weihnachtsmarkt zeigten sich die Arbeitskreis-Teilnehmer indes zufrieden, er sei in Ordnung. Ihr Wunsch: Die Stadtverwaltung soll mit dem Betreiber Norbert Lupp über eine einwöchige Verlängerung der Budenstadt reden - er soll auch an den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester öffnen.

Was die Leerstände entlang der Kölner Straße betrifft: "In dieser Sache stehen wir in einem regen Dialog mit den Immobilieneigentümern und bieten ihnen unsere Hilfe an", sagt Haensch. In nächster Zeit soll zusätzlich ein "Modernisierungs-Manager" eingesetzt werden, der die Hausbesitzer - wenn es gewünscht wird - über einen zeitgemäßen Umbau ihrer Ladenlokale beraten wird. Auch die Herausgabe eines Immobilien-Reports ist geplant - um Branchenvertretern den Standort schmackhaft zu machen. Das City-Management zeigt sich zuversichtlich, dass die Leerstände nur ein temporäres Problem sind, eine vorübergehende Negativ-Erscheinung.

"Um die Rahmenbedingungen für Neuansiedlungen zu schaffen, muss auch an der Kölner Straße etwas verändert werden", sagt Wolfgang Haensch. Ein Wunsch, den der Arbeitskreis formulierte: Am Eingang zur "Kö" soll eine Art "Tor" entstehen, das den Beginn der Fußgängerzone markiert. "Wie das aussehen soll, steht noch nicht fest", so der City-Manager: "Wir werden uns nun kreative Gedanken über die Gestaltung eines Eingangstores machen, vielleicht in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein."

Auch der an der Kölner Straße grenzende, eher trostlose Synagogenplatz soll belebt werden. Hierfür wurde ein ganzes Bündel von Maßnahmen vorgeschlagen - es reicht von der Außengastronomie bis hin zu Spielmöglichkeiten für Kinder. Die Idee einer Markthalle (Arbeitstitel: Stadtmarkt) in einem Geschäftshaus an der Kölner Straße, in der mehrere Händler unter einem Dach frische Waren aus der Region anbieten können, wurde vom Forum positiv aufgenommen.

Apropos: An einem kulinarischen Feierabendmarkt, der zwischen Frühling und Spätsommer im zweiwöchigen Rhythmus stattfinden soll, wird zurzeit gearbeitet. "Genießen und shoppen von 18 bis 21 Uhr - das ist eine gute Idee, die auch mehr Leben in die Breite Straße bringen könnte", sagt City-Manager Haensch. In diesem Teil der Fußgängerzone ist seiner Meinung nach die Welt noch in Ordnung, da er nicht von Leerständen betroffen ist. Nichtsdestotrotz sollen auch dort Verbesserungen vorgenommen werden, zum Beispiel mehr Grüngestaltung.

Das City-Management will nun einzelne Schwerpunkte aus dem Forum aufgreifen und an deren Umsetzung arbeiten. Wolfgang Haensch animierte gleichzeitig die Einzelhändler, sich für ein gemeinsames Marketing einzusetzen. Sein Vorschlag: Auf einer Internet-Plattform sollen sie für ein Shopping-Erlebnis in der Fußgängerzone werben.

Quelle: NGZ
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